Lebensmittelverschwendung und was wir dagegen tun

Um Lebensmittel herzustellen braucht es eine Menge Zeit, Fläche, Energie und Liebe. Und trotzdem landen in Deutschland jährlich rund 12 Millionen Tonnen davon im Müll. Weltweit sind es sogar mehrere 100 Millionen Tonnen. Der Lebensmittelverschwendung wollen wir als BIO COMPANY etwas entgegensetzen und haben deshalb ein mehrstufiges System dagegen entwickelt.

Laut einer vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beauftragten Studie entsteht ein großer Teil der Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten. Aber auch im Lebensmittelhandel entstehen circa 4 % der Lebensmittelabfälle. Was kann der Handel dagegen tun?

Unsere vier Schritte gegen Lebensmittelabfälle bei der BIO COMPANY

Reduzierung und Einkauf

Der beste Abfall entsteht gar nicht erst. Damit es so ist, versucht BIO COMPANY möglichst intelligent Ware zu ordern. So helfen digitale Systeme, den erwarteten Absatz zu errechnen und zu große Bestellungen zu vermeiden. Nähert sich Ware trotzdem dem Mindesthaltbarkeitsdatum, wird sie bei BIO COMPANY in mehreren Stufen (20 % und 50 %) reduziert. Das geschieht sowohl bei Obst und Gemüse – dort gibt es dann fertig gepackte Beutel – als auch im Kühlregal und bei Trockenware. Zu erkennen sind die Reduktionen an einem großen roten Aufkleber.

Mitarbeiter*innen

Im Gegensatz zu vielen anderen Märkten, dürfen bei BIO COMPANY auch die Mitarbeiter*innen Ware mit nach Hause nehmen, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht hat. Das gilt natürlich nicht für Produkte mit sogenanntem Verbrauchsdatum (meist Fleisch oder Fisch) – diese werden bei Ablauf vernichtet. Sie sind damit aber fast die einzigen Lebensmittelreste, die bei BIO COMPANY überhaupt entstehen.

Too Good To Go

BIO COMPANY bietet in ihren Filialen in Berlin, Brandenburg, Dresden und Hamburg Lebensmittel über die App Too Good To Go an. Waren, die am Ende des Tages nicht verkauft wurden, können so von Kunden abgeholt und vor dem Verfall gerettet werden. Dabei gibt es Rettertüten aus den Bereichen Backwaren, Obst und Gemüse sowie Snacks. Dies funktioniert ganz einfach per App: Mahlzeit reservieren, über die Plattform bezahlen und mit dem digitalen Kaufbeleg die Tüte im jeweiligen BIO COMPANY-Markt abholen. Für knapp vier Euro bekommen Kund*innen eine Tüte vollgepackt mit übrig gebliebenen Lebensmitteln. Der eigentliche Warenwert ist aber deutlich höher. Was in die Tüte kommt, bleibt eine Überraschung: Das hängt vom Tagesgeschehen ab.

foodsharing

foodsharing ist eine 2012 entstandene Initiative gegen die Lebensmittelverschwendung, welche Lebensmittel „rettet“, die man ansonsten wegwerfen würde. Über 200.000 registrierte Nutzer*innen in Deutschland/Österreich/Schweiz, und über 25.000 Freiwillige, sogenannte Foodsaver, machen diese Initiative mittlerweile zu einer internationalen Bewegung. So konnten bisher schon 7,8 Millionen Kilogramm Lebensmittel vor der Verschwendung bewahrt worden sind. Täglich finden etwa 1.000 weitere Abholungen statt.

BIO COMPANY war einer der ersten Partner von foodsharing und hat schon im April 2012 begonnen unverkäufliche Lebensmittel an die Lebensmittelretter*innen in Berlin zu geben. Auch bei der Crowdfunding Kampagne für foodsharing unterstütze die BIO COMPANY. Mittlerweile kooperieren die meisten der 63 Filialen mit foodsharing, damit möglichst keine Lebensmittel mehr in die Tonne müssen.