Unsere Werte und Grundsätze

Seit Bestehen der BIO COMPANY handeln wir mit Verantwortung und Leidenschaft. Wir leben
unsere Werte und Grundsätze in der täglichen Arbeit mit unseren Bauern, Handelspartnern,
untereinander und mit unseren Kund*innen.

Zeit zum Reifen

Unsere Vision

WIR WOLLEN EIN NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN UND EIN KOOPERATIVES MITEINANDER.

WIR WOLLEN EINE GESUNDE ERDE UND EIN GESUNDES LEBEN.

FÜR UNS UND DIE GENERATIONEN NACH UNS.

Unternehmenskultur

Was bedeuten unsere Werte & Grundsätze für uns im Arbeitsalltag?

Unsere Werte und Grundsätze sind die Basis, auf der wir handeln. Sie reflektieren das, was uns als Organisation wichtig ist und sie bilden damit die Basis unserer Unternehmenskultur. Sie machen uns einzigartig und unterscheiden uns vom Wettbewerb.

Die Realität des Arbeitsalltags zeigt, dass man nicht immer allen Werten und Grundsätzen gerecht werden kann. Und hin und wieder ergeben sich auch Widersprüche. Jeder einzelne Wert und jeder einzelne Grundsatz sollte aber immer unseren Anspruch darstellen und uns motivieren, Dinge zu ändern.

"Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es."
Erich Kästner

WERTE

Unsere Werte tragen uns als Menschen bei der BIO COMPANY

Kreativität
Wir finden neue Wege

Wir handeln flexibel und mutig aus uns selbst heraus. Wir sind offen für neue, konstruktive Impulse. Wir verharren nicht in ausgetretenen Pfaden, sondern bleiben spontan und wenden erlerntes Wissen auf neue Herausforderungen an.

Engagement
Wir geben unser Bestes

Wir sind wach, wendig und setzen uns aktiv ein. Wir liefern Ideen und geben unser Wissen gerne weiter. Wir unterstützen uns gegenseitig. Wir begeistern und wir lassen uns begeistern.

Natürlichkeit
Wir sind wir selbst

Wir setzen unsere naturgegebene Persönlichkeit und unsere individuellen Fähigkeiten für ein gutes Gelingen unserer Arbeit ein. Wir sind offen und ehrlich im Umgang. Wir sehen Vielfalt als Bereicherung.

Freude
Wir handeln aus dem Herzen

Wir sind uns selbst und anderen nah. Wir schaffen Atmosphäre und haben Freude an unserem Tun.

GRUNDSÄTZE

Die sieben Grundsätze der BIO COMPANY

 

#1

Wir stehen für hochwertige Lebensmittel aus biologischem Anbau

In unseren Märkten bieten wir ausschließlich Lebensmittel in zertifizierter Bio-Qualität an – bevorzugt solche, die weitergehende Anbau- und Sozialstandards erfüllen oder nach Kriterien der Bio-Anbauverbände erzeugt wurden.

Die Herkunft unserer Lebensmittel ist transparent. Wir stehen mit unseren Erzeugern und Herstellern in engem und persönlichen Kontakt: So erhalten wir Wissen über Qualität und Herkunft aus erster Hand.

Unsere Kund*innen können sich immer auf die hohe Qualität unserer Lebensmittel verlassen. Wir führen neben den Standard-Bio-Kontrollen auch regelmäßig eigene Qualitäts-Audits durch. Denn Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser.

Gesundes Essen und Genuss gehören für uns zusammen. Daher achten wir auf Frische und Qualität.

 

#2

Wir begeistern unsere Kunde*innen mit Service und einem zeitgemäßen Einkaufserlebnis

Unsere Märkte sind verankert in der Lebens- und Essenskultur des jeweiligen Stadtteils. Wir engagieren uns mit Freundlichkeit und kompetenter Beratung dafür, dass unsere Kund*innen ihren Einkauf entspannt und mit Freude genießen können.

Als Naturkostfachhandel beschäftigen wir uns täglich mit den vielfältigsten Themen rund um die Erzeugung biologischer Lebensmittel und setzen uns für eine ökologisch sinnvolle Lebens- und Handlungsweise ein. Wir brennen für diese Themen und teilen dieses Wissen und das Engagement gerne mit unseren Kund*innen.

Wir bieten unseren Kund*innen immer die Möglichkeit, aus einem Vollsortiment auszuwählen. Wir sind ständig in Bewegung und halten Ausschau nach neuen Trends und Entwicklungen. Unsere Märkte bieten unseren Kund*innen ein urbanes, lässiges Einkaufserlebnis. Wir begeistern mit einem zeitgemäßen Design sowie neuen Services. Wir bereichern unser Sortiment stetig mit innovativen Produkten.

Zum Sortiment

 

#3

Wir fördern unsere Mitarbeiter*innen

Grundlage für unsere Entwicklung und unseren Erfolg sind motivierte und engagierte Mitarbeiter*innen. Für sie schaffen wir faire Arbeitsbedingungen und ein gesundes Arbeitsumfeld, das so gestaltet ist, dass jeder gerne und mit Freude zur Arbeit kommt.

Wir unterstützen Fort- und Weiterbildungen für die fachliche und persönliche Entwicklung – damit jeder sein persönliches Potential entfalten kann. Wir laden unsere Mitarbeiter*innen zur kreativen Nutzung der Gestaltungsräume ein.

Wir als Arbeitgeber

 

#4

Wir engagieren uns in der Region

Das soziale und ökologische Umfeld, in dem wir leben, ist uns wichtig. Wir wollen es verantwortungsvoll mitgestalten. Wir beziehen unsere Ware bevorzugt von kleinen, unabhängigen und mittelständischen Betrieben aus der Region und wachsen mit ihnen.

Wir unterstützen Verbände und Initiativen, die sich für die Weiterentwicklung der ökologischen Landwirtschaft stark machen.

Wir engagieren uns dafür, dass sich die ländlichen Regionen wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell weiterentwickeln können. Nur selbstbewusste Landwirte, Bäcker, Metzger und sonstige Verarbeiter können das Umfeld für die Kultur schaffen, die unser Essen braucht.

Mit unseren Märkten sind wir ein wichtiger Bestandteil im sozialen Umfeld unserer Kund*innen. Hier fördern wir den Austausch zwischen Kund*innen, Landwirten sowie weiteren Beteiligten. Wir unterstützen kulturelle und soziale Projekte im jeweiligen Stadtteil.

Ganz klar: Regionalität und Saisonalität gehören für uns zusammen. Deshalb richten wir unser Angebot in den Märkten schwerpunktmäßig nach den saisonalen Angeboten aus der Region aus.

Tief verwurzelt in der Region

 

#5

Wir handeln ökologisch und nachhaltig

Wir handeln mit Haltung und aus ökologischer Überzeugung. Deshalb fördern und initiieren wir Maßnahmen, die nachhaltiges Handeln und ökologisches Engagement ermöglichen.

Die Verschmutzung der Gewässer, der Luft und der Böden ist immer noch zu hoch. Die Vermeidung von Müll, Plastik und überflüssigen Verpackungen leisten einen wirkungsvollen Beitrag, dem Einhalt zu gebieten. Hierfür setzen wir uns ebenso leidenschaftlich ein wie für die Nutzung von Mehrweg- oder Verpackungslösungen aus nachwachsenden Rohstoffen.

Lebensmittel genießen unsere höchste Wertschätzung. Wir wollen nicht zulassen, dass Lebensmittel unnötig verschwendet werden, während sie an anderer Stelle benötigt werden. Deshalb achten wir in unseren Arbeitsabläufen darauf, dass möglichst alle Lebensmittel essbar und verzehrbar bleiben. Zudem organisieren wir die Rettung von Lebensmitteln.

Unsere Märkte, unsere Logistik und unser Büromanagement gestalten wir nach zeitgemäßen, nachhaltigen Kriterien.

BIO COMPANY und Nachhaltigkeit
Die Klimabilanz der BIO COMPANY
Sozialstandars im Herkunftsland

 

#6

Wir wachsen, aber nicht um jeden Preis

Gewinne sind notwendig, um in die Zukunft investieren zu können: in die Zukunft der biologischen Landwirtschaft, der Versorgung mit gesunden Lebensmitteln, der Entwicklung einer ökologischen und nachhaltigen Lebensweise und in die Zukunft unserer Mitarbeiter*innen.

Wir wachsen, um unseren Kund*innen nah zu sein. Wir wollen dort sein, wo sie wohnen, wo sie arbeiten. Wir sind Teil ihres sozialen Umfeldes und möchten die Wege zu gesunden und biologischen Lebensmitteln so kurz wie möglich gestalten.

Wir denken Wachstum immer zusammen mit Fairness. Denn Fairness ist das Prinzip, nach dem wir handeln und wirtschaftlich vernünftige Bedingungen für unsere Kund*innen, Landwirte, Lieferanten sowie Mitarbeiter*innen schaffen.

Freiheit und Unabhängigkeit sind uns wichtig, um unser Wachstum maßvoll und im Sinne aller Beteiligten gestalten zu können.

Geschichte der BIO COMPANY

 

#7

Wir treten ein für Toleranz und Vielfalt

Wir fühlen uns dort wohl, wo Vielfalt möglich ist und sich die Menschen einander mit Respekt und Toleranz begegnen. Essen verbindet Menschen und Kulturen. Mit unserer Unternehmenskultur und unseren Märkten leisten wir gerne einen Beitrag für Verständnis und Akzeptanz.

Wir betrachten Vielfalt und Unterschiedlichkeit als Bereicherung. Denn es sind die Unterschiede, die das Miteinander lebendig und bunt machen. Bei uns kommen die unterschiedlichsten Charaktere zusammen. Unser Teamgeist ist geprägt von Toleranz und gegenseitigem Vertrauen. Ein familiäres Team, das Rückhalt bietet.

Wir haben Respekt vor allen Lebewesen. Deshalb setzen wir uns für eine artgerechte Tierhaltung ein.

Arbeitskultur mit Herz und Verstand
BIO COMPANY gegen Kükentöten

Menschen und Geschichten

Wir leben unsere Werte und Grundsätze

Malgorzata Grabowski

Malgorzata Grabowski
Mitarbeiterin der BIO COMPANY

Eine persönliche Angelegenheit

​Wenn man – wie ich – mit der traditionellen Landwirtschaft aufgewachsen ist, dann ist Öko kein Lebensgefühl, sondern eine ganz natürliche Angelegenheit. 

Bevor ich zur BIO COMPANY gekommen bin, hatte es mich vom elterlichen Bauernhof in Polen nach Berlin verschlagen, zur Demeter-Bäckerei Weichardt. Dort wurde alles von Hand gemacht. Ein Regionalpartner also, wie man ihn sich vorstellt. Und gottseidank unterstützten wir auch heute noch viele solcher kleinen Betriebe. Das ist organisatorisch ja ziemlich schwierig, weil die gar nicht alle Märkte beliefern können. Aber ich finde es extrem wichtig, diesen Werten der ursprünglichen Arbeit treu zu bleiben – auch, wenn ein Unternehmen wächst. Unser Bio ist noch immer anders als bei den richtig großen Ketten und Supermärkten. Wir pflegen persönliche Beziehungen, sowohl zu den Erzeugern als auch zu unseren Kunden. Ich kenne viele Regionalpartner und besuche privat zum Beispiel sehr gern das Ökodof Brodowin, weil das einfach wunderschön ist mit

den Kühen auf den Wiesen und der Natur. Davon erzähle ich meinen Kunden. Ich lade sie ein, dort hinzufahren. Denn als Mitarbeiter der BIO COMPANY haben wir eine Mission: Wir müssen Wissen vermitteln und Menschen verbinden.

Daher habe ich auch alle möglichen internen Fortbildungen mitgemacht und bin sozusagen eine wandelnde Bio-Wikipedia. Unsere Produkte sind ja so hochwertig, so voller Charakter – dahinter stecken Geschichten. Die muss man also kennen und erzählen, mit seinen eigenen Worten. Dabei braucht sich niemand verstellen. Mit meinem Akzent und meiner starken Meinung bin ich quasi eine öffentliche Person. Die Kunden kennen mich. Die fragen gerne nach. Und die schätzen das. Deshalb müssen wir uns wirklich alle jeden Tag dafür einsetzen, dass Bio persönlich bleibt.

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ManuTeeFaktur – Manu Kumar

ManuTeeFaktur – Manu Kumar,
Partner der BIO COMPANY

Das Beste - aber für alle

Tee ist ein Urwert, mit dem ich groß geworden bin. Er begleitet mich seit meiner Kindheit und verbindet das traditionelle Leben mit der Moderne. Zu Hause. Auf Reisen. Regional. Global. Wie wäre es also, diesen Kulturschatz für jeden zugänglich zu machen – und zwar in seiner höchsten handwerklichen Vollendung?

Mit diesem Spirit habe ich begonnen, in Kreuzberg zu experimentieren. Und was als 'Kochen-für-Freunde' begann, ist ein erfolgreiches Food-Start-up geworden: die ManuTeeFaktur.

Kein Wunder vielleicht. Viele Produkte, die ich da in purer Handarbeit ent- wickelt habe, sind Innovationen. Sie greifen Ursprüngliches auf und denken es weiter – sowohl qualitativ als auch quantitativ. Zum Beispiel Cold-brew Genmaicha – den gab es hier vorher nicht. Schon gar nicht in Bioqualität.

Deshalb habe ich auch viel Zuspruch bekommen. Nicht nur mein Geschäfts- partner Christian Arfert sah in dem Manufaktur-Gedanken gleich großes Potenzial. Auch Georg Kaiser von der BIO COMPANY war begeistert und hat es uns ermöglicht, langsam mit seinem Unternehmen zu wachsen. Es war okay, zunächst nur ein paar Märkte zu beliefert, dann immer mehr.

Unsere Geschichte ist im Prinzip ein Teil der internationalen Crafted-Be- wegung. Eine Szene, in der es um Ambition und Könnerschaft geht. Ja, wir wollen das Beste kultivieren und verbreiten. Ohne Kompromisse. Hochwertig und nachhaltig. Aber nicht im Hinterstübchen, sondern für alle.

Also ist unsere Produktion organisch gewachsen. Sie hat sich von Kreuzberg nach Brandenburg bewegt und sinnstiftende Arbeitsplätze geschaffen. Früher wusste dort kein Mensch, was Raw-Kombucha ist. Jetzt sind alle stolz drauf. Das zeigt, wie Bio-Produkte als Kulturvermittler agieren. Sie sorgen dafür, dass die Welt beim Essen zusammenwächst. Und daran arbeiten wir weiter.

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Doris Lobinsky - Stammkundin aus Kreuzberg

Doris Lobinsky
Stammkundin aus Kreuzberg

Die Früchte unseres Engagements

Mir war immer klar, dass Idealismus eine wichtige Sache ist. Und irgendwann setzt er sich auch durch. Der Weg dahin aber ist hart.

Wir als Ökos waren da,als Ende der Siebziger noch eine Randgruppe. Man hat uns eher belächelt. Und so einen Laden, wo du natürliches Brot bekommen konntest oder Fleisch, für das keine Tiere gequält wurden; den gab es nicht – von einem Markt wie der BIO COMPANY ganz zu schweigen.

Also haben wir das selbst gemacht. Beispielsweise hast du dir korrekt angebautes Getreide über dein Netzwerk organisiert. Schwierig genug. Dann unsere ersten Schritte und der Frust: Die Körnermühle zu bedienen ist eine Sache, ein gutes Brot zu backen etwas ganz anderes. Wir hatten doch keine Erfahrung! Ich fand es aber beruhigend, dass selbst bei denen, die versucht haben, professionell zu backen, vieles schief ging. Aber solche Versuche – sie verkörperten die Geschichte einer Generation, die es besser machen wollte. Und immerhin wurde die Qualität der Bioprodukte besser mit der Zeit. Irgendwann waren die Möhren an den Marktständen der Szene nicht mehr schrumpelig, sondern so frisch und vorzüglich. Der Kaffee aus Nicaragua entwickelte sich von der "Dröhnung" zum genussvollen Morgenfreund. Und das Bio-Leben wurde auch für die Geschmacksknospen lebenswert. Das war vermutlich die Voraussetzung für eine breite Annahme unserer Ideale.

Selbst wenn manche die alten Zeiten vermissen – ich finde es gut, dass Bio jetzt in aller Munde ist. Wir haben einen Weg aus der Protestnische in die Mitte der Gesellschaft gefunden. Ich sehe heute junge Leute, die völlig selbstverständlich ökologisch einkaufen, sogar auf Fleisch verzichten. Richtig cool ist das; ein bisschen wie Ankommen in der erträumten Utopie. Und es gibt mir die Hoffnung für eine insgesamt nachhaltig denkende Gesellschaft.

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Speisegut - Christian Heymann
Partner der BIO COMPANY

Bio beginnt in der Region

​Ich bin Bauer. Nicht Landwirt, sondern stolzer Bauer. Warum? Der Unterschied liegt im Praktischen; in der ganz direkten Handarbeit. Denn dieses Feingefühl für kontrolliert ökologischen Anbau – das lässt sich eben nicht vom Traktor aus entwickeln. 

Man muss es auf dem Boden der Tatsachen erfahren. Und erfahrbar machen, damit die Leute verstehen, was in einem guten Kürbis steckt.

Jahrelang habe ich ausschließlich auf Demeterhöfen gearbeitet, ursprüng- lich und naturverbunden. Daraus hat sich dann die Idee der solidarischen Landwirtschaft entwickelt: Mein Betrieb SpeiseGut bringt den Konsumenten sozusagen direkt mit dem Acker in Verbindung. Die Leute müssen hier hin- kommen, mitarbeiten und lernen so Werte schätzen. Eine Sache, die mir enorm wichtig ist, weil am Ende immer der Kunde bestimmt, was sich durch- setzt. Wir können uns viel ausdenken – aber nur, wer die Qualität regionaler Biowaren auch versteht, wird sie kaufen.

Wenn da jemand am Tisch sitzt und sagt: „Hey, ich weiß, wo diese Zucchini herkommt“, dann hat der eine ganz andere Wertschätzung. Und ökologische Landwirtschaft kann nur wachsen, wenn die Wertschätzung in der breiten Masse wächst. Das sind unsere gemeinsamen Ziele.

Deshalb bin ich froh, die BIO COMPANY als großen regionalen Partner zu haben. Als Vermittler einerseits, weil sie engagiert von uns erzählt; als Förde- rer andererseits, weil wir über ihre Märkte jedes Jahr einen gewissen Anteil unserer Feldfrüchte verkaufen können. So war es möglich,

Investitionen zu tätigen und zu wachsen. In fünf Jahren sind aus zwei Hektar zwölf geworden. Das bedeutet mehr Vielfalt auf dem Feld und in der Region, mehr biologische Landwirtschaft insgesamt – und die Chance, mit unserer Idee mehr Men- schen zu erreichen. Bio beginnt immer vor der eigenen Haustür.

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Matthias Steiner,
Mitarbeiter der BIO COMPANY

Eine Verkaufskultur der Vielfalt

​Natürlich kennst du alle Kieze, alle Formen der Nachbarschafts- und Verkaufskultur, wenn du von Anfang an dabei warst. Als einer der ersten Azubis bei der BIO COMPANY habe ich noch den alten Markt in der Wilmersdorfer Straße miterlebt. Das war ein richtiges Ökopublikum: bunte Haare, viele Esoteriker – tolle Atmosphäre.

Seitdem ist die Kundschaft vielseitiger geworden – und trotzdem hat jeder Kiez seinen eigenen Charakter. In Friedrichshain bist du mit den Kunden auf Kumpelbasis. In Westend dagegen musst du so zurückhaltend sein wie ein älterer Herr in der Feinkostabteilung vom KaDeWe. Unsere Läden passen sich immer ihrer Umgebung an. Man geht eine ernsthafte Beziehung mit dem Stadtteil ein. Das macht uns aus.

Wohin sich die Biokultur im Ganzen entwickelt, zeigt mein Markt in der Prenzlauer Allee ganz gut. Der ist so dynamisch, dass du ihn in keine Schublade pressen kannst. Da kommen Leute zum ersten Mal mit ökologischen Waren in Kontakt und fragen dir ein Loch in den Bauch. Auf der anderen Seite die typische P'berger Mutter, die genau weiß, was sie will: gesund essen. Mit den Urberliner Stammkunden tauscht man dann nur grinsend einen flotten Spruch aus. Und für die junge, internationale Szene ist Bio ein Lebensgefühl, das man gemeinsam zelebrieren muss. Diese Vielseitigkeit bedienen wir mit einem sehr facettenreichen Sortiment, aber vor allem mit unserem bunten Team. Meine Mitarbeiter haben so unterschiedliche Persönlichkeiten, dass wir auf alle Kundencharaktere eingehen können.

Was das Publikum aber eint in so einem modernen Multikultikiez, ist dieses offene Miteinander – Ruhe und Respekt trotz des regen Durchgangsverkehrs. Das erinnert mich an früher und zeigt, wie lebendig der Grundgedanke von Bio ist; dass wir alle etwas Gutes wollen - vor Ort und in der Welt.

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 Lena Wendland (*1996) aus Schöneberg,

Lena Wendland (*1996) aus Schöneberg,
mit Bio aufgewachsen

Essen geht immer durch den Kopf

​Ich bin echt so ein Bio-Kind: Bei uns zu Hause gab es nur ökologische Lebensmittel. Meine Eltern haben immer gekocht. Kein Fertigessen gekauft, keinen Industriezucker. Dafür dann selbst Ratatouille, Salate und so weiter. Klingt hart, aber ich fand's super – meine Mitschüler übrigens auch. 

Damals wollten alle ihre Süßigkeiten mit mir tauschen. Zwischendurch habe ich meine Öko-Snacks sogar verkauft und so das Taschengeld aufgebessert. Bloß fehlten sie mir dann selbst. Also habe ich eine wichtige Lektion gelernt: über den Wert guter Lebensmittel. Zu Hause wurde ja viel über die Hintergründe gesprochen; dass es nicht nur um leckeres Essen geht, sondern um die Be- ziehung zur Natur, zu unserem Planeten.

Als ich älter war, wurden mir diese Dinge dann immer wichtiger. Ich wollte öko-Themen im Unterricht diskutieren und alle dazu bringen, mehr nach- zudenken. Dann kam mir ein Buch in die Hand: „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer. Seitdem bin ich Vegetarierin. Weil Ausbeutung von Lebewesen einfach nicht geht. Mir ist es danach sogar fast gelungen, meine eigene Mutter davon zu überzeugen. Die isst jetzt auch kaum noch Fleisch – und wenn, dann nur von der BIO COMPANY. Damit komme ich klar.

Mich hat das öko-Bewusstsein meiner Eltern auf einen Weg gebracht, über die Welt nachzudenken. Das ist mittlerweile total zentral. Nach meinem Studium in Energie- und Gebäudetechnik will ich dafür sorgen, dass über die Energiewende nicht nur geredet wird, sondern dass sie passiert. Ich werde nicht mit unserer Erde untergehen, sondern mit ihr in die Zukunft schauen. Es ist mein Leben. Das beginnt bei mir selbst und hängt mit allem zusammen, was um mich herum geschieht. Deshalb finde ich Bio so wichtig. Weil das, was wir essen, immer durch unseren Kopf geht. Denkt mal darüber nach!

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