Umwelteinsatz der BIO COMPANY

Zertifizierung

Alle BIO COMPANY-Märkte sind vom BNN (Bundesverband Naturkost und Naturwaren e.V.) zertifizierte Fachgeschäfte. Dies bedeutet, dass nur Lebensmittel und Produkte angeboten werden, die ökologisch und ohne Gentechnik erzeugt sind, aus artgerechter Tierhaltung stammen und vorzugsweise regional bezogen werden.

Strategie zur Abfallreduzierung

Seit Gründung der BIO COMPANY 1999 setzen wir uns engagiert gegen Lebensmittelverschwendung ein. Akzeptierten Verbraucher in den frühen Bio-Jahren noch häufiger nicht perfekte Waren im Obst- und Gemüsebereich, achten die Menschen heute sehr viel mehr auf optisch ansprechende Ware und Frische. Es fallen daher Lebensmittel an, die verzehrfähig und im Grunde noch in Ordnung sind, aber dennoch nicht mehr verkaufsfähig, weil sie evtl. kleine Stellen aufweisen, nicht so schön aussehen und deswegen liegen gelassen werden. Viele Lebensmittelhändler werfen diese Waren weg, obwohl sie kein Müll sind. Bei uns wird die Reduzierung dieser Lebensmittelabfällen wie folgt erreicht:

  • Optimierung von Bestellpolitik und –Prozess sowie der Kommunikation
  • kurze Transportwege (Regionalität)
  • Mehrstufen-System: Preisreduzierung von Waren zum Ende des MHD bspw. mit 20% oder 50% vom Verkaufspreis; Backwarenangebote vom Vortag; Abgabe von nicht verkaufsfähiger Ware an Mitarbeiter, Lebensmittelretter sowie Institutionen wie Tafeln, lokale gemeinnützige Vereine.
  • Aufklärung und thematische Sensibilisierung von Kunden

Die BIO COMPANY ist bereits seit der Gründung 2012 Handelspartner von foodsharing e.V. und unterstützt die Initiative auch weiterhin. So gibt sie nicht verkaufsfähige Waren an die Lebensmittelretter ab und ruft auch Kunden dazu auf, sich an diesem System zu beteiligen. Geschäftsführer Georg Kaiser ebnete mit seinem Vertrauen und seinem Engagement den Weg für das heutige Netzwerk von über 7500 Foodsavern, die heute bei über 1000 Betrieben Lebensmittel vor der Vernichtung bewahren. Insgesamt sind mit foodsharing e.V. bereits über 100 Tonnen von der BIO COMPANY weiter verwendet worden. Diese Mengen fallen im Lebensmitteleinzelhandel ehrlicherweise an. Die BIO-Mülltonnen der Märkte konnten im Turnus der Entleerung fast halbiert werden. Die Lebensmittel, die tatsächlich nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind gehen zu zertifizierten Entsorgern in die Biogaserzeugung. In einzelnen Fällen haben wir beispielsweise auch Kaffeesatz als Substrat für die Pilzzucht zur Verfügung gestellt.

Durch diese konsequente Vermeidungsstrategie sind Lebensmittelabfälle bei der BIO COMPANY sehr wahrscheinlich niedriger als sonst im Lebensmitteleinzelhandel. Durch die eigene Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren in der eigenen Tochtergesellschaft Biomanufaktur Havelland konnten die Lieferkette und der Bestellprozess verbessert werden. Hierdurch wurde das sogenannte Konfiskataufkommen (nicht zum menschlichen Verzehr geeignete Schlachtabfälle) reduziert. Entsorgungsnachweise der Entsorgungsbetriebe sowohl zu organischen Abfällen "Biomüll" als auch zu leichtverderblichen, tierischen Abfälle sind laufend in Prüfung.

Vom Ausgangspunkt 2013 waren noch durchschnittlich circa 47 Leerungen der Biomülltonnen pro Filiale notwendig. Dies konnte in 2014 und 2015 auf durchschnittlich 39 Mal reduziert werden und nach aktueller Hochrechnung konnte in 2016 ein Ergebnis von 33 Leerungen im Schnitt erreicht werden.

Strategie zur Reduzierung von Verpackung und Plastik

Auch bei der Minimierung von Verpackungen, Tüten, Tragetaschen etc. versuchen wir immer wieder neue Wege zu gehen. Die neuen Filialen sind komplett plastiktütenfreie Märkte, verzichten also auch auf Plastik-Knotenbeutel im Obst- und Gemüsebereich. Außerdem bieten wir in diesen Märkten ca. 90 Produkte als unverpackte Ware an. Von Cornflakes über Nüsse und Saaten sowie Tees bis hin zu Zahnputztabletten und Süßwaren sind lose Waren im Spender zum Selbstabfüllen erhältlich. Zudem kann der Kunde sich Milch selbst zapfen und auch hier eigene Behälter verwenden, auch ein Wasserspender der Wassermanufaktur steht zum Abfüllen bereit. Außerdem bieten wir verschiedenste Mehrwegbehälter wie Netze, Tragebeutel oder Transportbehälter wie Gläser, Ecobrotboxen oder Tiffinboxen an. Bei den Eierbehältern handelt es sich dabei um die wiederverwendbare M-Ei-Box. Ebenso bietet die BIO COMPANY seit Juni 2016 einen wiederverwendbareren, recyclebaren Mehrwegbecher für die to-go Verwendung an, der von den Kunden stets wiederbefüllt werden kann.

Produktion, Logistik und Verpackung der BIO COMPANY-Eigenmarke

Als vom BNN (Bundesverband Naturkost und Naturwaren e.V.) zertifiziertes Fachgeschäft bieten wir nicht nur Produkte von unseren Partnern an, die nach dem ökologische Grundgedanken hergestellt sind, sondern wir wenden diese Richtlinien und Standards auch bei der Produktion der Artikel unserer BIO COMPANY Eigenmarke an. Hier ist uns sehr wichtig, dass bei der Herstellung, Logistik und Verpackung der Ressourceneinsatz auf das nötige Minimum reduziert wird.

Zwei Punkte stellen hierbei die Grundpfeiler:

1.) Das Ziel von keinerlei Abschriften! Bei abgeschriebenen Produkten (z.B durch Überschreitung des Mindesthaltbarkeitsdatum MHD) werden 100% der verwendeten Ressourcen verschwendet. Diese Produkte werden quasi für die Tonne produziert. Aus diesem Grund sehen wir bei der Vermeidung von Abschriften die größten Vermeidungspotentiale. Dies funktioniert nur mit einer sehr genauen Bedarfsplanung, die durchgehend in Kommunikation mit der Produktion, Großhandel und unseren Filialen angepasst und optimiert wird. Kaum ein Produkt der Eigenmarke überschreitet in diesem Prozess das MHD. Die Quote der Abschriften der Eigenmarke liegt bei der BIO COMPANY weit unter 0,5%.

2.) Wir arbeiten ausschließlich mit Produzenten, Logistikern und Erzeugern zusammen, die mit der gleichen ökologischen Grundmotivation arbeiten wie wir. Über die Jahre hat sich so ein Netzwerk von Akteuren gefunden, die alle von sich aus täglich an innovativen Prozessen und Maßnahmen arbeiten, um den ökologischen Fußabdruck der gesamten Wertschöpfungskette zu minimieren. Als Beispiel kann hier die Vorgabe genannt werden, nur erdölfreie wasserbasierte Druckfarbe bei den Verpackungen zu verwenden. Oder die Tatsache, dass unsere Nudeln der Eigenmarke komplett CO2 neutral produziert wird, dies ist zertifiziert durch Climate Partner.

Druckerzeugnisse und Werbematerialien

Der ökologische Gedanke zieht sich nicht nur durch unsere Märkte und Produkte, sondern umfassend durch alle unsere Aktivitäten und Abteilungen. Wir arbeiten zum Beispiel in unserem Marketing nur mit Druckereien zusammen, die uns durch Climate Partner, dem FSC (Forest Stewardship Council) oder den Blauen Engeln klimaneutrales Drucken unserer Flyer, Plakate und Magazin ermöglichen. Das Gleiche gilt für das Bestellen und die Nutzung von Büromaterialien, Arbeitskleidung und Hygieneprodukten.

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