BIO COMPANY rettet Lebensmittel

Knapp 82 kg Lebensmittel wirft jeder Bundesbürger pro Jahr in den Müll, obwohl sie noch genießbar wären. Selbst in einem Bio-Supermarkt fällt überschüssige Ware an. Zwar kaufte die erste Öko‐Generation der 80er Jahre noch die schrumpeligsten Karotten aus Solidarität auf. Doch heutige Bioladen-Kund*innen achten auf eine frische und auch optisch ansprechende Ware.

Lebensmittel, die nicht mehr so schön anzusehen sind, müssen Bioläden daher als nicht verkaufsfähige Ware aussortieren. „Nicht verkaufsfähig ist bei uns aber nicht gleichbedeutend mit Müll. Wir verwenden diesen Terminus nicht“, sagt unser Geschäftsführer Georg Kaiser. Es heißt nur, dass wir eine andere Verwendung für die weiterhin verzehrfähigen Lebensmittel finden müssen.

Der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung wird bei der BIO COMPANY bewusst gestaltet: Allem voran gibt es die Maßgabe, dass bereits beim Wareneinkauf maßvoll bestellt wird. Bleiben dennoch Lebensmittel übrig, retten wir diese durch unser Mehrstufensystem, Preisreduktionen und den Hinweis „Oft länger gut“ auf den BIO COMPANY Produkten.

Intern setzen wir auf Schulungen. Regelmäßig werden die Mitarbeiter*innen der Märkte und der Zentrale sensibilisiert für das Thema Ressourcenschonung und Vermeidung von Abfällen sowie den sorgsamen Umgang mit Recyclingprogrammen. Auch täglich mehrfaches Überprüfen von Obst und Gemüse rettet Lebensmittel: So werden z. B. Früchte, die schlecht werden, schnell aussortiert, damit sie andere Früchte nicht „anstecken“. Das Ergebnis: Durch den Einsatz zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen ist die Müllproduktion deutlich geringer als bei vergleichbaren Einrichtungen.

Für unseren Einsatz wurde die BIO COMPANY 2016 für den Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ nominiert. Mit diesem Preis werden Projekte und Unternehmen ausgezeichnet, die es schaffen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren – entweder direkt oder indem sie die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Problematik lenken und anregen, das eigene Verhalten zu ändern.

Mehr Informationen zur Initiative „Zu gut für die Tonne“

Unser Mehrstufensystem

1. SORGSAMER EINKAUF DER WAREN

Durch unseren bewussten Umgang mit Lebensmitteln konnten wir über die Jahre bereits zahlreiche Tonnen Lebensmittel retten. Uns geht es aber nicht darum, Superlative zu produzieren. Sondern vielmehr darum, dass wir übrig gebliebene Ware in Zukunft weiterhin so weit wie möglich reduzieren. Dabei handelt es sich um nicht mehr verkaufsfähige Ware oder solche, die wir aus gesetzlichen Bestimmungen abschreiben müssen. Eine Reduktion hängt in erster Linie auch mit der Warenbeschaffung zusammen. Wir gehen also so vor, dass wir zunächst sehr bewusst einkaufen und die Bestellungen der Filialen so optimieren, dass nicht mehr allzu viel Ware übrig bleiben kann. Diese Prozesse werden wir auch weiterhin stetig verbessern und angleichen. Dieser wichtige Schritt ist der erste Teil unseres Mehrstufensystems.

2. PREISREDUZIERUNG DER WARE

Viele Menschen wissen bereits: Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist nicht gleich Verfallsdatum. Das bedeutet dass Ware, die nicht mehr verkaufsfähig ist, durchaus noch verzehrfähig sein kann. So sind viele Waren auch nach Ablauf des MHD noch gut. Deswegen begrüßen wir beispielsweise auch die Einführung eines Mindestverzehrfähigkeitsdatums (MVD). Derzeit reduzieren wir die Ware vor Ablauf des MHD. Je nach Artikel wird teils schon vier Tage vor Ablauf des Verfallsdatums eine Reduzierung von 20 % vorgenommen. Am Ende des MHD reduziert die BIO COMPANY dann auf 50 %. Und so kauft der Kunde noch einen guten Teil der übrig gebliebenen Ware.

3. ABGABE AN DIE MITARBEITER*INNEN

Wird die Ware nicht mehr verkauft, dürfen sich auch unsere Mitarbeiter*innen noch etwas nach Bedarf aussuchen. Dies klingt selbstverständlich – ist aber nicht überall Usus. Viele Lebensmittel-Einzelhändler verbieten das aus Angst vor Manipulationen.



4. SPENDE AN SOZIALE ORGANISATIONEN UND LEBENSMITTELRETTER

Verschenkt, geteilt, gewürdigt: Nichts geht verloren. Was dann noch an Waren übrig bleibt, wird gespendet an soziale Organisationen wie die Tafeln, Obdachlosen-Organisationen, Tierheime oder Kirchengemeinden. Sofern kleinere Mengen von den sozialen Organisationen logistisch nicht abgenommen werden können, dürfen sich anschließend die Lebensmittelretter von foodsharing e. V. die Waren abholen, um sie weiter zu verteilen. Wir waren auch der erste Partner von foodsharing und unterstützten diese Initiative bereits seit 2012 – noch vor der Gründungsphase des Vereins.

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Wir unterstützen foodsharing finanziell und vor allem ideell seit der Gründungsphase, um gemeinsam mit Verbrauchern gegen Lebensmittelverschwendung anzugehen.

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Seit Januar 2020 beteiligt sich die BIO COMPANY an der Initiative "Oft länger gut" von Too Good To Go: Viele Produkte der Eigenmarke sind mittlerweile dabei.

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