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BIO COMPANY gegen Kükentöten



Kükentöten: Ein Problem

Sie, unsere Kunden, sprechen uns immer öfter darauf an, ob die männlichen Geschwister der Hennen, von denen die Eier in unseren Regalen stammen, auch getötet werden. Viele Menschen wissen dies nicht, aber es werden in Deutschland schätzungsweise jährlich gut 50 Millionen männliche Küken getötet. Dies ist das Ergebnis jahrelang fehlgeleiteter Arbeit von Zuchtunternehmen, von denen die konventionelle Industrie, aber auch Bio-Erzeuger abhängig sind. Um nämlich besonders hohe Leistungen bei den Tieren zu erreichen, wurde in der Vergangenheit auf zwei weibliche Zuchtlinien spezialisiert: Legehennen für die Eier und Masthybriden fürs Fleisch. Die Folge ist ein geringerer Preis für den Endverbraucher. Gleichzeitig ergibt sich daraus aber das Problem, dass die Brüder der Legehennen keinen wirtschaftlichen Nutzen bringen, da sie kaum Fleisch ansetzen noch Eier legen, und am Tag des Schlüpfens getötet werden.

Kükentöten: Unsere Meinung

Für uns stellt dies ganz klar eine fehlgeleitet Entwicklung dar und wir leisten seit Jahren unseren Beitrag, um dies zu ändern. Wir fördern seit unserem ersten Markt 1999 den ursprünglichen Weg der Landwirtschaft, so wie es früher war und die Natur es auch vorgesehen hat. Wir werden dies auch weiterhin tun. Die Lösung hier sind Zweinutzungsrassen, die beides können - Eier und Fleisch. Dabei legen die weiblichen Tiere die Eier und die männlichen liefern das Fleisch, weil sie als Masthähnchen aufgezogen werden. So entstehen Produkte im Sinne des Tierschutzes und einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion. Die gleichzeitige Aufzucht von Hähnchen bedarf jedoch einer längeren Dauer und dies spiegelt sich auch im Preis wider. Denn die durch faire Haltung entstandenen Eier der sogenannten Bruderhahn-initiativen könnten bis zu 5 Cent pro Stück mehr kosten.

Kükentöten: Was wir tun

Wir konnten in den vergangenen 5 Jahren den Anteil der Eier von Zweinutzungsrassen in unserem Abverkauf von 1 Prozent auf über 15 Prozent steigern. Im Konkreten haben wir dies bisher auf zwei Wegen getan:

  1. Wir unterstützen finanziell Züchtungs-Projekte, die wieder auf „alte“ Rassen setzen, bei denen beide Eigenschaften – Ei und Fleisch - in einem Huhn vereint sind. (Zweinutzungshuhn).
  2. Wir nehmen die Eier von Zweinutzungshühnern in unser Sortiment auf und lassen unsere Kunden an der Kasse entscheiden.

Mit welchen Bruderhahn-initiativen haben wir in der Vergangenheit zusammengearbeitet? Wie sieht unser Plan für die Zukunft aus?



2014

Die Initiative Bruderhahn Deutschland e.V.

Seit 2014 unterstützen wir die Initiative Bruderhahn Deutschland e.V. finanziell zur Förderung der ökologischen Geflügelzucht, bei der auch die männlichen Küken als Masthähnchen mit aufgezogen werden. Weitere Informationen: www.bruderhahn.de

Hänsel und Gretel

Seit 2014 spenden wir für das Demeter-Züchtungsprojekt „Hänsel und Gretel“. Das Projekt züchtet bislang mit Hilfe der sog. „Reinzucht“ und versucht dabei, ein zukünftig stabiles ausgewogenes Leistungsniveau zu erreichen. Weitere Informationen: www.hahnundhuhn.de


2016

ei care

Seit Juni 2016 verkaufen wir die Eier der Initiative „ei care“. Sie arbeitet mit dem Zweinutzungshuhn „Les Bleues“, welches den Namen seinen blauen Füßen verdankt. Dieses Huhn kann auch beides. Natürlich sind die Leistungen dadurch geringer: Ein Drittel weniger Eier legt es als ein Hybridhuhn. Und deshalb liegt der Preis auch bei einem Drittel mehr. Weitere Informationen: www.aktion-ei-care.de

Hufe8

Seit Juni 2016 haben wir die Demeter Eier von Hufe8 im Sortiment . Dies Initiative ist momentan im Gespräch, um auch Teil der Bruderhahn-Initiative zu werden. Weitere Informationen: www.hufe8.de


2017

Ökologischen Tierzucht GmbH

Wir haben 2016 eine Kooperation mit der gemeinnützigen Ökologischen Tierzucht GmbH erarbeitet, die 2017 starten wird. Hierbei verpflichtet wir uns für gehandelte Eier 1 Cent pro Stück für die ökologische Züchtungsarbeit abzuführen, bei der Henne und Hahn gleichermaßen aufwachsen dürfen. Weitere Informationen: www.oekotierzucht.de

Eier der Eigenmarke

2017 planen wir eine Eigenmarke mit Eiern von Zweinutzungsrassen auf den Markt zu bringen.


Kükentöten: Was noch gesagt werden muss

Wir haben damit angefangen Bruderhahn-initiativen zu unterstützen, als andere Händler noch ausschließlich auf den Preis schauten. Unser langjähriges Engagement in diesem Bereich zeigt jedoch auch wie lange die Umstellung dauert. Ja es existieren ehrenwerte Einzelprojekte. Die wir natürlich auch weiterhin unterstützen werden. Dies bedeute aber nicht automatisch, dass sofort alle Eier im Biofachhandel mit Bruderhahn-Projekten gepaart sind und es zu keinerlei Kükentöten mehr kommt. Unseren Weg verfolgen wir konsequent weiter und setzen auf unsere verantwortungsvolle Kundschaft, die diesen Weg gemeinsam mit uns geht.



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