Die BIO COMPANY unterstützt ab Juli 2018 die bundesweite Kampagne gegen Ackergifte. Gleichermaßen ist die BIO COMPANY Gründungsmitglied des Vereins „Bündnis für enkeltaugliche Landwirtschaft“ geworden. Was vorher als informelles Aktionsbündnis einzelner Bio-Hersteller und Bio-Händler gestartet war, hat damit nun eine tragfähige Basis erhalten. Ziel ist es, auch zukünftigen Generationen die Möglichkeit zu geben, unbelastete Lebensmittel zu genießen und daher eine Ökologisierung der Landwirtschaft voranzutreiben.

Am 27. November 2017 stimmte die EU-Kommission dafür, den Einsatz des Ackergifts Glyphosat für weitere fünf Jahre zu gestatten. Einen Tag später gründete sich das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und treibt seitdem die Kampagne ‚Ackergifte? Nein danke!‘ voran, welche das Verbot sämtlicher synthetischen Ackergifte ansteuert. Bisher mangelt es an vielen Stellen noch an dem Bewusstsein, dass in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzte Ackergifte das gesamte Ökosystem durchdringen und erhebliche Schäden anrichten. Denn hochgiftige Wirkstoffe töten nicht nur Bienen und schädigen die Gesundheit von uns Menschen, sie vernichten auch viele andere Insekten und Wassertiere, zerstören das Bodenleben und belasten das Trinkwasser wie die auf dem Acker angebauten Lebensmittel.

Ein besonders mulmiges Gefühl erzeugt der Gedanke, dass die eingesetzten toxischen Substanzen nicht einfach an den Grenzen zum Bio-Acker Halt machen, sondern sich durch die Luft und das Grundwasser verbreiten und somit auch die ökologische Landwirtschaft gefährden. Da das Bündnis bei seiner Aufklärungsarbeit auf pragmatische Maßnahmen setzt, fundiert es seine Argumente auf unabhängigen Studien, die die Komplexität der lebendigen Zusammenhänge in den Blick nehmen. Die 2015 unter dem Titel ‚Urinale‘ durchgeführte Feldstudie zeigte, dass 99,6 Prozent der Teilnehmer*innen das Ackergift Glyphosat im Urin hatten. Und das, obwohl sich über die Hälfte der Probanden vorwiegend biologisch ernährten und Bio-Produkte erwiesenermaßen kaum Pestizidrückstände aufweisen. Mit Aufklärungsarbeit und dem Aufzeigen von Alternativen soll der Paradigmenwechsel zu einer giftfreien Landwirtschaft gelingen. Dabei geht es dem Bündnis nicht um unerfüllbare Forderungen, sondern darum, tatsächlich realisierbare Schritte zu identifizieren und umzusetzen. „Wir sind Visionäre, aber keine Träumer. Deshalb wissen wir, dass dieses Ziel nicht von heute auf morgen erreichbar sein wird.“, sagt das Bündnis über sich. Als Marktführer und Pionier im Berliner Bio-Sektor sieht sich die BIO COMPANY klar in der Verantwortung die Bewegung nach all ihren Möglichkeiten zu unterstützen und deshalb heißt es auch von uns: „Nein danke!“.

„Glyphosat und andere Agrarchemikalien treiben nachweislich Umweltschäden voran. Die Nachteile dieser fehlgeleiteten Entwicklung spüren selbst unsere Biobauern die mit sog. „Seiteneintrag“ zu kämpfen haben. Mit dem Einkauf im Naturkostfachgeschäft stimmen die Kund*innen zu 100 % für Bio und damit zu 100 % gegen Ackergifte. Nur 100 % Bio erhält die biologische Vielfalt und schützt unserer bedrohten Insekten. Dafür haben wir diesen Konsument*innen zu DANKEN.“

Georg Kaiser,

Geschäftsführer der BIO COMPANY


Das Wichtigste in Kürze:

Ackergifte sind chemische Tötungsmittel, die gegen Pflanzen (Herbizide), Pilze (Fungizide), Insekten (Insektizide) und Mikroorganismen (Pestizide) auf den Äckern ausgebracht werden. Darunter sind hochgiftige Wirkstoffe, die nicht nur Bienen töten und Menschen gesundheitlich schädigen. Der Einsatz von Ackergiften in der Agrarindustrie hat bereits viele Folgen:

  • Jeder zweite Feldvogel ist ausgestorben
  • Die Hälfte der Arten in den Ackergewässern ist verloren gegangen
  • Seit den 1980er Jahren sind 80 % der Insekten verschwunden
  • Auf vielen Ackerflächen entsteht kein Humus mehr
  • Durch Wasser- und Winderosion geht kostbarer Boden verloren

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