Ein FAQ zu Huhn und Ei

Schluss mit dem Herumgeeier

Um Huhn und Ei rankt sich nicht nur die Frage, was zuerst da war – es tauchen auch immer wieder Begriffe wie Zweinutzenhuhn, Bruderhahnaufzucht oder Mobilstallhaltung auf. Wir erklären, was dahinter steckt und worauf wir bei der Auswahl unserer Eier Wert legen.

Was ist ein Zweinutzungshuhn?
Das ist eine Hühnerrasse, die sowohl zur Eier- als auch zu Fleischerzeugung gehalten werden kann. Zweinutzungshühner erreichen zwar nicht die Leistungen der Eier- und Fleischrassen, dafür sind sie vitaler, unter ökologischen Haltungsbedingungen und sie leiden nicht an leistungsbedingten Krankheitserscheinungen. Eierlegeleistung ca. 180–220 Eier im Jahr.

Was bedeutet Bruderhahnaufzucht?
In der Bruderhahnaufzucht geht es um die Aufzucht der Legehennen und der Hähne (Brüder) gleichermaßen, um das Kükentöten zu vermeiden, die Rasse spielt dabei keine Rolle. Ziel der Aufzucht ist, dass Hennen dieser Rassen genügend Eier legen und Hähne ausreichend Fleisch ansetzen. Damit der Landwirt mit den geringeren Leistungen (über)leben kann, ist er auf faire Preise angewiesen.

Was sind Hybridhennen bzw. Legehybride?
Das sind Hühner, welche speziell für den Einsatz der Geflügelproduktion mit der Methode der Hybridzucht optimiert wurden. Sie sind dadurch leistungsfähiger und setzen entweder besonders schnell und viel Fleisch an oder legen besonders viele Eier in einer bestimmten Farbe oder Größe.

Was bedeutet Mobilstallhaltung?
Wie der Name es schon verrät, sind die Ställe mobil. Ein Vorteil liegt im optimalen Auslaufmanagement: Legehennen neigen dazu, die Auslauffläche im stallnahen Bereich sehr intensiv zu nutzen und abzuweiden, was sich meist negativ auf Bewuchs, Boden und Grundwasser auswirkt. In der mobilen Hühnerhaltung können durch das regelmäßige und rechtzeitige Versetzen der Mobilställe solche unerwünschten Folgen der intensiven Auslaufnutzung deutlich reduziert werden. Ein weiterer Vorzug mobiler Hühnerställe: Sie bieten die Möglichkeit zur Haltung kleinerer Tierbestände. Dies ermöglicht vor allem kleinen Betrieben den „einfachen Einstieg“ in die Hühnerhaltung.

Was bedeutet Ein- und Ausstallung?
Die Ein- und Ausstallung kann man sich wie ein Kreislauf vorstellen. Einstallung bedeutet, dass neue Junghennen getrennt von den bereits heranwachsenden und ausgewachsenen Hennen in einen Stall einziehen und zusammen aufwachsen, bis sie groß und alt genug sind, um Eier zulegen. Wiederum ziehen die bereits ausgewachsenen Hennen aus dem Stall aus und werden anschließend geschlachtet und verarbeitet. Je nach Zeitplan des Lieferanten läuft die Ein- und Ausstallung parallel oder zeitlich versetzt ab – das führt dazu, dass die Eier-Verfügbarkeiten schwanken können.

Welche Eier gibt es bei der BIO COMPANY?
Die Eier kommen zum Beispiel vom Heidehof, Birkenhof Lemke, Lobetaler Eier, Bio Brandenburg Mobil, Apfelwiesenhof, Wiersdorf, Weggun, Voigt, Eicare und Hufe8. Neue Kriterien für die Auswahl der Höfe sind: Mobilstallhaltung, Zweinutzungshühner oder Bruderhahn-Aufzucht, Regionalität sowie eine Verbandszertifizierung (Naturland, Bioland, Biokreis oder Demeter).