Fair & nachhaltig

Die versteckten Werte von Lebensmitteln

Liebe Kund*innen,

wenn wir über den Wert von Lebensmitteln sprechen wollen, dann müssen wir bei den versteckten Kosten anfangen, die Ernährung verursachen kann – und die bisher auf keinem Kassenzettel auftauchen. Dass die Lebensmittel, die wir bei BIO COMPANY verkaufen, teurer sind als die konventionellen Supermärkten, liegt an unseren fairen Preisen: Solche, von denen die Erzeuger*innen leben können, ohne dass darunter Tiere oder Umwelt leiden. Die vom Acker bis zum Teller eine Wirtschaftsweise ermöglichen, die enkeltauglich und gemeinwohlorientiert ist. Das kostet. Und genau da liegt die Krux: Eigentlich müssten genau diese wertvollen Lebensmittel günstiger sein als konventionell erzeugte, die Milliarden-Schäden verursachen.

Zahlen und Fakten gibt es zu diesem Thema genug, alle weisen auf das gleiche Dilemma hin: In Deutschland wird die dringend nötige Agrarwende verschlafen, negative Umweltfolgekosten tragen nicht deren Verursacher*innen, sondern wir alle (und in ungeklärtem Ausmaß unsere Kinder und Enkel): Für weithin verwehte giftige Pestizide, die Menschen und Tiere krank machen, für ins Grundwasser gelangendes Nitrat, für unsichere Folgen von Gentechnik-Praktiken, für massenhafte Treibhausgase aus konventioneller Landwirtschaft, für das Artensterben, für antibiotika-resistente Keime aus Mast-
anlagen. All das kostet Milliarden – und ist gleichzeitig schwer zu beziffern, sowohl die genauen Summen als auch der Zeitpunkt, an dem sie fällig werden.

Trotz Berechnungsproblemen muss der Wert von Lebensmitteln endlich an allen Kosten gemessen werden, die bei ihrer Produktion entstehen. Das würde schwarz auf weiß belegen, dass ökologische Lebensmittel-Erzeugung die einzig zukunftsfähige Option ist.

Wie das aussehen könnte? Zum Beispiel in Form hoher Abgaben auf Pestizide, einen verminderten Mehrwertsteuersatz für fair gehandelte Bio-Lebensmittel und eine Agrarförderung, die keine umweltbelastenden Methoden mehr unterstützt. Denn unterm Strich hängt von „gutem Essen“ unser aller Zukunft ab.

Herzlich

Ihr Boris Frank

PS: Lesen Sie mehr über unser Fokusthema im September.