Einfach einkaufen?

Liebe Kundinnen und Kunden,

wenn ich einkaufe, denke ich manchmal an meine Großeltern. Ich frage mich dann, ob sie sich wohl sehr wundern würden, blickten sie auf das Zutatenverzeichnis heutiger Lebensmittel. Denn in konventionellen Produkten, besonders in stark verarbeiteten, kommen mehr als 300 Zusatzstoffe zum Einsatz – und die wenigsten davon gehören zum Wortschatz der meisten Köchinnen und Köche. In Bio-Lebensmitteln sind nur rund 45 Zusatzstoffe erlaubt. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch, denn Hilfs- und Zusatzstoffe werden meist nicht aus Genussgründen genutzt, sondern weil die konventionelle Produktion so noch billiger und automatisierbarer wird.

Freilich, auch Bio-Fertig- und Fleischersatzprodukte haben manchmal zugunsten der Bequemlichkeit, die sie bieten, ein längeres Zutatenverzeichnis als frisch Gekochtes. Aber sie enthalten verständliche Zutaten aus Öko-Produktion, viele Bio-Hersteller achten außerdem auf regionale und saisonale Zutaten. Als reiner Naturkosthandel bieten wir ein lückenloses Bio-Sortiment mit Volldeklaration an – kontrolliert vom Bundesverband Naturkost Naturwaren.

Er prüft in allen Märkten regelmäßig, dass wir als Mitglied uns bei allen Produkten an die strengen Sortimentsrichtlinien halten. Dazu gehört auch unser Grundsatz, vertrauensvolle Beziehungen zu kleinen bäuerlichen Betrieben und Manufakturen zu pflegen – weil möglichst billige, hochprozessierte Produktion und ökologische Zukunftsfähigkeit einfach nicht zueinander passen. Da schließt sich der Kreis zur Großelterngeneration: Innovation zu verteufeln und das „historische“ Landleben zu romantisieren, liegt mir fern. Doch ein Betrieb, der Lebensmittel herstellt, sollte als solcher zu erkennen sein und nicht einem Chemielabor gleichen.

Herzlich

Ihr Boris Frank