Zu Besuch im Ökodorf Brodowin

Im Rahmen unserer Erzeugertouren hat Blogger Johnny von Johnny & the Foods das Ökodorf Brodowin besucht. Hier sein Bericht:

Ich liebe die Stadt, die Leute, die Schnelllebigkeit und das Gefühl in einer Weltstadt zu leben, trotzdem bin ich vernarrt in die Natur, in die Stille, die Weite und Gemütlichkeit, die eine schöne Landschaft mit sich bringt.

Das Ökodorf Brodowin liegt nord/östlich von Berlin und mit dem Bus in einer Stunde zu erreichen. Ideal also für einen sonntäglichen Ausflug mit Familie und Freunde. Die Busfahrt ging vom Zoologischen Garten los und wurde super von der BIO COMPANY organisiert. Unser Fahrer - Heinz - war top gelaunt und der Bus war bis auf ein paar einzelne Plätze komplett ausgebucht. Die Stimmung war wunderbar, man lernte sich kennen und plauderte mit den anderen Teilnehmern während sich außen langsam Stadt in Land verwandelte.

Angekommen im Ökodorf, wurden wir herzlichst von Susanne empfangen. Sie gab uns eine wunderbare Einführung in die alläglichen Aufgaben auf dem Hof. Das Ökodorf Brodowin produziert in höchster Bio-Qualität und Demeter Zertifizierung Milch, Käse, Ziegenmilch – sowie Ziegenkäse & wunderbares Gemüse.

Los ging es mit einem Rundgang über den Hof, zu den Milchkühen und deren Kälber. Wir konnten sofort einen tollen Einblick in die Haltung der Tiere und die Produktion der Milch bekommen. Als wir anschließend zu den Kälbern kamen, gingen automatisch alle Stimmen um ungefähr vier Oktaven nach oben. Extrem süüüüß!

Da auf einem Demeter Hof natürlich keine Hormonbehandlungen durchgeführt werden dürfen, stellen die Kühe nach ungefähr einem Jahr ihre Milchproduktion ein. In der freien Natur würden die Kühe ihr Kalb abstoßen. Damit die Milchproduktion aufrecht erhalten bleibt werden die Kühe vom Ochsen geschwängert. Eine Milchkuh gebärt somit 7-10 Kälber in ihrem Leben bis sie zur Schlachtung geführt wird.

Nach dem Rundgang auf dem Hof, gab es dann für Alle erst einmal ein leckere Stärkung. Vegane Linsensuppe und eine wohlschmeckende Hackfleisch-Lachzwiebelsuppe. Danke!

Danach ging es zurück in den Bus und wir fuhren auf den Kleinen-Rummelsberg, wo man eine einzigartige Aussicht auf das weite Land hat. Ja wir reden hier von einem Berg in Brandenburg mit einer Höhe von über 80 Metern.

Von dort aus fuhren wir weiter zu den Gemüsefeldern. Das kann ich wirklich jedem empfehlen. Ich denke in der heutigen Zeit wissen die meisten gar nicht mehr, wie viel Platz, Arbeit und Zeit es bedarf, so einen Hof zu bewirtschaften. Einfach fantastisch!

Zum Schluss des Ausflugs ging es in den Ziegenstall. Der jetzige Ziegenstall war früher der Schweinestall. Die Schweine mussten aber im Jahr 2003/2004 verkauft werden, da es eine lange Dürre gab und somit keine Tierfutter angebaut werden konnte. Daraufhin musste Tierfutter fremd gekauft werden. Ein Demeter Betrieb muss aber das Futter der Tiere selbst in der Kreislaufwirtschaft anbauen. Die Tiere wurden verkauft und die Ställe standen knapp 5 Jahre leer, bis die Chance kam, eine Ziegenherde zu kaufen.

Ich war erstaunt wie gut besucht der Hof war. Was mir zeigt wie groß das Interesse nach bewusster, nachhaltiger Ernährung ist. Sobald es um unsere Ernährung, Gesundheit & unseren Planeten geht, sollten wir doch alle ab und an einmal inne halten und uns darüber im klaren sein, das wir nur diese eine Erde haben.

Bis zum nächsten mal,
Euer Johnny