Regionalpartner Werder Frucht
Hier angebaut und hier gepresst - Georg Kaiser im Gespräch mit Jana Memmert, Vertriebsleiterin der Süßmost- und Weinkelterei Hohenseefeld GmbH
Wer bewusst isst, gesund lebt – bei dem darf ein guter Saft nicht fehlen, besonders auf dem Frühstückstisch. Weit draußen auf dem Land habe ich Jana Memmert zum Frühstück in ihrer kleinen Familien-Mosterei getroffen. Dort werden regionale Früchte für die BIO COMPANY gekeltert.
Danke für die Einladung, Jana. Schön, noch ein junges Gesicht im Bio-Land Brandenburg zu sehen. Wieso hast du dich entschieden, den Betrieb deiner Eltern fortzuführen?
Weil ich meine Heimat liebe und von der Idee überzeugt war, mit der ich aufgewachsen bin; wir produzieren ja schon seit 1993 nach Bio-Standard. Für mich war es bereits in den frühen Teenager-Jahren klar, dass ich den Vertrieb übernehmen möchte. So habe ich das studiert und – kieckste – da bin ich.
Die Kelterei hier in Hohenseefeld hat ja eigentlich eine noch längere Geschichte ...?
Die gibt es als solche seit 1959. Zu DDR-Zeiten wurde der Betrieb aber auf Verschleiß gefahren, sodass mein Vater bei der Übernahme Anfang der 90er allerhand zu tun hatte. Mithilfe eines erfahrenen Technikers haben wir uns ständig verbessert, gebrauchtes und eigenes Inventar optimiert. Und nun hat ein ehemaliger Azubi die Rolle dieses Saft-Gurus übernommen, der ihm all sein Wissen weitergegeben hat. Wir sind mit dem neuen Betrieb jetzt also in der 2. Generation.
Und die Entwicklung geht auch dieses Jahr weiter?
Die Produkte Apfel, Apfel plus und Sanddorn werden zunächst so bleiben, weil es schwierig ist, neue Früchte aus der Region hinzuzunehmen; es gibt leider noch immer zu wenig Bio. Wir sind da dran und wollen mehr Früchte in die Flasche bringen, die alle 3 Brandenburger Jahreszeiten gesehen haben. Aber zurück zur Frage: Es wird gerade ein wichtiges Projekt fertiggestellt: unsere Wasser-Aufbereitungsanlage. Die sorgt dafür, dass nichts von der Fruchtsäure ins Abwasser gelangt. Wir arbeiten zukünftig also mit geschlossenen Kreisläufen, was unseren Betrieb noch umweltfreundlicher macht. Nicht nur der Saft, nicht nur die Flaschen sind ökologisch, sondern jetzt auch die Produktion.
Wie muss man sich die Saftproduktion vorstellen?
Zunächst bekommen wir die Früchte – den Sanddorn übrigens von Sandokan, mit denen Ihr ja auch kooperiert. Die Ware wird auf beste Qualität kontrolliert, dann gewaschen, gepresst und filtriert. Wir schleu- dern die Hefen aus, erhitzen moderat für eine Haltbarkeit von bis zu 2 Jahren und füllen in Glasflaschen ab. Übrigens: Unsere Mehrwegflasche schafft durchschnittlich 26 Umläufe, eine PET-Flasche nur 3.
Und ihr beginnt schon im Juli mit der Ernte?
Ja, jetzt kommen die Kirschen. Dann wird es immer mehr. Hochbetrieb ist von August bis Oktober, namentlich mit Äpfeln. Dann fließt auch der Saft für die Hausmarke der BIO COMPANY. Und wer die Presse mal in Aktion sehen möchte: Am 10.09. ist Tag der offenen Tür. Da könnt ihr den Goldsaft vor Ort probieren.
Vielen Dank, Wolfgang und Klaus!
"Bio und regional – das kann man nicht voneinander trennen. Wir arbeiten deshalb nur mit kleinen Brandenburger Bauern zusammen; unser Obst wächst quasi vor der Haustür. Da geht natürlich nicht alles. Daher konzentrieren wir uns auf die Früchte, die wir haben, und machen daraus das Beste."
Jana Memmert
Süßmost- und Weinkelterei
Hohenseefeld GmbH
Luckenwalder Straße 5a
14913 Hohenseefeld
Telefon 033744.7060.0
www.werder-frucht.de






