Regionalpartner Heidehof Mark Zwuschen
Die gackernde Freude fürs Reinste vom Ei
Die Familie vom Heidehof Mark Zwuschen trägt Sorge, dass ihre Hühner nur das Beste bekommen – und wir nur die besten Eier. Ich habe unseren Qualitätspartner vom Verbund Ökohöfe Nordost besucht und nachgefragt, was diese Bioeier so sicher macht.
Wir haben in Deutschland einen hohe Wellen schlagenden Dioxin-Skandal bei konventionellen Eiern ...
Oh ja, was für eine Geschichte! Das ist offensichtlich mit Absicht passiert, also vonseiten der Futtermittel-Hersteller. Es ging wohl wie so oft ums schnelle Geld. Im Hühnerfutter wird nämlich normalerweise hochwertiges Pflanzenfett zugemischt, um das geschrotete Korn zu binden. Das Fett, das die verwendet haben, war aber für Maschinen bestimmt. Kein Wunder also.
Nun gab es im letzten Jahr ja auch einen Vorfall mit Dioxin bei Bioeiern, was uns alle sehr besorgt gemacht hat. Kann man das mit den aktuellen Ereignissen vergleichen?
Nein, die Konzentration war viel geringer, da das Dioxin versehentlich bei der Trocknung entstand. Das kann passieren, wenn man große Massen feuchter Ernte mit sehr heißer Luft trocknet, die dazu durch offene Verbrennung erhitzt wurde – wie ein schwarzes Würstchen auf dem Grill.
Unser Futter aber kommt von einem kleinen Betrieb in Deutschland und wird mit Frischluft getrocknet. Trotzdem haben wir unsere Eier im letzten Jahr vorsorglich untersuchen lassen. Es wurden natürlich keine Schadstoffe gefunden. Wir selbst essen unsere Eier immer unbesorgt und mit Leidenschaft.
Mal abgesehen von den wichtigen gesundheitlichen Aspekten, Bioeier sind ja eindeutig schmackhafter als die aus herkömmlicher Produktion. Warum eigentlich?
Na, ich würde das mal unbelastetes, zwangloses Gedeihen nennen. Das kann man nicht nur schmecken, sondern auch sehen: Ein Bioei hat ein ganz anderes Dotter. Das geht nicht ins Orange, sondern ist hell bis intensiv gelb. Ruhe, Auslauf, gutes Korn und frisches Gras machen da eine Menge aus.
Apropos, was tut ihr denn noch für eure Hühner?
Im letzten Jahr wurden Obstbäume auf den Wiesen gepflanzt, von deren Früchten natürlich auch ein guter Teil für unsere Kleinen abfällt. Dann streuen wir regelmäßig ganze Körner von Hand ein. Auch werden die Schnäbel der Küken nicht beschnitten wie in industriellen Betrieben. Dort macht man das, damit sich die Riesenherden auf engstem Raum nicht hacken – ein martialischer Eingriff. Bei uns gibt es aber keine Aggressionsprobleme, weil wir genug Platz haben drinnen und draußen. Zudem werden die Hühner noch mit Sand und Heu beschäftigt. Die haben ein schönes Leben.
Und so kommt auch der höhere Preis zustande?
Ja, im Bio-Bereich sind grob gesagt nur halb so viele Hühner auf einer ähnlichen Fläche, und das Futter ist, weil ebenfalls bio, doppelt so teuer. Wir machen natürlich auch das meiste von Hand und widmen uns unseren gackernden Freunden täglich persönlich.
Vielen Dank, Doris!
Die Hühnerflüsterin Doris Stecher:
"Mir liegt da sehr viel dran, dass es meinen ,Arbeitskollegen' gut geht. Die Hühner sollen es schön haben. Und wir wollen auch, dass es den Leuten richtig gut schmeckt; dass sie sich keine Sorgen machen müssen. Wenn jemand anruft und nachfragt, wie denn diese guten Eier entstehen, sind wir dankbar und guten Gewissens."
Heidehof Mark Zwuschen
Ringstraße 68/69
06918 Mark Zwuschen
Telefon 035387/ 43 99 94
www.heidehof-markzwuschen.de





