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Regionalpartner Beumer & Lutum

Biobäckerei Beumer & Lutum - Berliner Institution

Als Christa Lutum und Antonius Beumer vor gut 15 Jahren ihre Bio-Bäckerei in der Kreuzberger Cuvrystraße eröffneten, wurden sie belächelt. Als sie die ersten weißen Schrippen ins Programm nahmen, ernteten sie Kopfschütteln. Unzählige Schrippen und einige Filialen später setzen die beiden Bio-Unternnehmer Trends nach wie vor um.

Christa, was gibt es Neues bei Beumer & Lutum?

„Neu ist, dass wir nun auch in unserer Filiale am Südstern Frühstück und Mittagstisch anbieten können. Man kann hier neben hausgemachten Kuchen auch kalte und warme Speisen bekommen, alles in Bioqualität.

Ein wichtiger Schritt dahin war die Renovierung unseres Ladens, durch die wir viel Platz für die Küche, aber vor allem auch für unsere Gäste gewonnen haben. Und das war eine Menge Arbeit, es musste z. B. ein riesiger alter Backofen aus Stein abgetragen werden, der leider nicht mehr zu benutzen war. An diesem Standort gibt es nämlich schon seit rund 100 Jahren eine Bäckerei! Wir freuen uns sehr, diese Tradition fortführen zu können.

Wir backen hier jetzt Brötchen und Croissants, der Ofen wird aber auch gerne von unseren Köchen benutzt. Unsere WaldCafé-Küche hat hier nämliche eine neue Heimat gefunden. Das WaldCafé selbst hat ja zum 31.03.2010 geschlossen, weil wir keinen langfristigen Mietvertrag aushandeln konnten.

Aber unsere Erfahrungen aus der vergangenen Saison mit Bio-Gastronomie waren so positiv, wir haben so viele gute Rückmeldungen von unseren Gästen bekommen und es hat uns so viel Freude gemacht, dass wir beschlossen haben, mit der Küche weiter zu machen!

Und gute Gelegenheiten dafür gibt es viele: Im April haben wir unsere hausgemachten Maultaschen und andere Spezialitäten auf dem Staudenmarkt im Botanischen Garten angeboten und werden das auch in Zukunft weiterführen. Auch beim Karneval der Kulturen sind wir mit einem Straßenstand dabei.

Unsere Küche bietet jetzt auch die Möglichkeit, Caterings für Feste und Veranstaltungen, auch in sehr großem Umfang, auszurichten.
Ja, und für die Zukunft ist es natürlich sehr gut denkbar, die Erfahrungen aus unserem WaldCafé bei der Eröffnung eines neuen Bio-Cafés oder Restaurants zu nutzen. Mal sehen, was kommt...“

Christa, habt Ihr neue Produkte im Sortiment?

„Ja, wir arbeiten gerade an diversen Dinkelspezialitäten: Nach dem großen Erfolg unseres Schweizer Brotes mit Dinkelauszugsmehl haben wir zur Zeit ein Dinkel-Hafer-Nussbrot kreiert, das mit Dinkelvollkornmehl gebacken wird, versetzt mit Hafer als Feuchtigkeitsspeicher und knackigen Haselnüssen.

Im Bereich der süßen Backwaren haben unsere Franzbrötchen aus Dinkelbutterteig die Testphase durchlaufen und finden bereits guten Anklang. Jede neue Idee schicken wir immer erst durch die interne Bewertung, weiter in unsere eigenen Läden und erst dann in die große Handelsschlaufe.

Unsere Produkte sind nie nur „bio“, sondern grundsätzlich auch handwerklich sowie geschmacklich ausgereift.“

Versteht Ihr euch als traditionellen Handwerksbetrieb?

„Aber sicher. Ich selbst bin gelernte Bäckermeisterin, Tony kommt ursprünglich aus der Landwirtschaft. Trotz aller maschineller Hilfsmittel steht die handwerkliche Fertigung bei uns im Vordergrund. Deshalb bilden wir auch seit fünfzehn Jahren selbst aus.

Vor wenigen Wochen ist unsere Auszubildende Katrin Knopp von der HWK als beste Jungbäckerin ausgezeichnet worden. Das hat uns natürlich sehr gefreut. Aber auch wir alten Hasen gönnen uns immer wieder Fortbildungen, um unseren betrieblichen Erfahrungsschatz zu vergrößern.

Woher bezieht Ihr Eure Rohstoffe?

„Wann immer es geht, aus der Region. Wir gehören zu den Erstunterzeichnern der Aktionsgemeinschaft „fair & regional“ (www.fair-regional.de), unser Getreide bekommen wir vorwiegend aus Brandenburg, und auch beim Obst achten wir auf regionale und saisonale Ware.

Das heißt dann auch, dass wir im Januar keine Erdbeertörtchen machen. Die gibt es bei uns im Frühsommer, Stutenkerle werden im Winter produziert und Osterhasen zu Ostern.“