Georg Kaiser, Geschäftsführer der BIO COMPANY, dachte 2011 laut über ...
... ein Dankeschön.
Liebe Kundinnen und Kunden!
Auch dieses Jahr ist gefühlt wieder unglaublich schnell vorbeigegangen. Eigentlich wollten wir noch etliche Projekte anschieben und neue Ideen umsetzen. Was uns aber kurz vor Jahresschluss sehr wichtig ist: Ihnen einfach DANKE zu sagen.
Sie haben uns auch dieses Jahr treu begleitet, uns ermutigt und gelobt, aber auch konstruktive Kritik geübt, wo diese angebracht war. Zum Jahresanfang, während der Dioxinskandal bekannt wurde, haben uns viele, insbesondere neue Kundinnen und Kunden, für unsere konsequente Qualitätsarbeit gelobt und durch zahlreiche Einkäufe ihr Vertrauen untermauert.
Im Mai und Juni haben Sie sich auch durch die EHEC Problematik nicht vom Kauf vollwertiger, ökologischer Produkte abbringen lassen. Auch hier waren wir regelmäßig im vertrauensfördernden Austausch miteinander.
Das ganze Jahr über konnten auch wirtschaftliche Probleme Sie und uns nicht von unserem gemeinsamen Weg einer ökologischen Lebensmittelversorgung abbringen. Über 100.000 Menschen haben in Deutschland eine Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet, um sich gegen Gentechnik in Lebensmitteln zu wenden. Ein unglaubliches und zugleich wunderbares Ergebnis. Von 19.000 Petitionsanliegen ist dies in der Geschichte der Bundesrepublik erst zwei Anträgen gelungen! Auch dafür ein großes Dankeschön!
Deshalb gehen wir hoffnungsvoll in das neue Jahr und ich freue mich auch ganz persönlich auf eine spannende Entwicklung in 2012. Zunächst wünsche ich Ihnen aber einen wunderschönen Dezember mit möglichst vielen frohen Stunden und etwas Muße zum Jahresschluss.
Allen Liebhabern guter Bio-Weine sei an dieser Stelle noch eine Empfehlung ans Herz gelegt: Gerade im Dezember haben wir feine Weine für Sie ausgewählt. Bestimmt finden Sie bei uns den passenden Weingenuss für Ihre Festtage.
Vielen Dank und herzliche Grüße Ihr Georg Kaiser
... Zeit zum Nachdenken
Kennen Sie das auch? Der November beginnt und an vielen Stellen hört und liest man vom "November-Blues". Sicherlich ist dieser Monat mit Nebel, fallendem Laub und beginnender Kälte nicht der attraktivste des Jahres. Keine bunten Laubbäume und Erntedankfeste wie im Oktober, keine gespannte Vorfreude auf die Feiertage wie im Dezember. Doch der November bietet auch eine Menge Chancen. Sich vor der Weihnachtshektik noch mal etwas zu besinnen oder zu sammeln. Mit der Familie oder Freunden gemeinsam kochen oder backen. Gerade zum Backen haben wir Ihnen ein paar wunderbare Ideen zusammengestellt. So wird dann aus dem November Blues das viel bessere Cocooning, also das Zurückziehen in das eigene Zuhause.
Vielleicht backen Sie ja mal mit frisch gemahlenem Vollkornmehl. Vor fast genau 30 Jahren kamen die ersten Getreidemühlen in den Naturkostfachhandel. Selber Getreide mahlen, das war damals fast die einzige Möglichkeit, echtes, frisches Vollkornmehl zu erhalten. Ideal für eine vollwertige Ernährung und damit ein wichtiger Baustein der Gesundheit. Selbstverständlich können Sie das Getreide auch in Ihrer BIO COMPANY frisch mahlen lassen.
Nutzen Sie doch den November, um bei einem guten Stück selbstgemachten Apfelkuchen zu reflektieren, ob Sie sich bereits ausgewogen und gesund ernähren? Man muss damit ja nicht immer bis zum Neujahrsmorgen warten. Damit hätte der graue November doch plötzlich eine echte Aufbruchstimmung erzeugt. Wir stehen Ihnen in jedem Fall gerne mit unserer großen Vielfalt an leckeren und gesunden Bio-Produkten stets zur Seite.
Lassen Sie sich inspirieren! Viel Spaß wünscht Ihnen dabei Ihr Georg Kaiser
... "Einfach köstlich" – so lautet der Titel unseres aktuellen Monatsflyers. Und beide Aussagen sind uns wichtig!
Einfach, damit meinen wir unkompliziert, leicht herstellbar und ohne großen Aufwand zu machen. Aber auch transparent, mit Zutaten, die wir alle kennen und hoffentlich schätzen. Natürlich ist auch die Zeitkomponente in "einfach" enthalten. Nicht immer steht Zeit und Lust in ausreichender Menge zur Verfügung, um ein kulinarisches Feuerwerk zu erzeugen. Auch dann kann es Bio sein, das möchten wir in dieser Ausgabe zeigen.
Die zweite Aussage, köstlich, ist aber in den letzten Jahren fast noch wichtiger geworden. Mal ehrlich, auf Dauer bleiben viele doch auch bei Bio-Produkten, weil sie einfach besser schmecken. Doch dies ist keine Selbstverständlichkeit, sondern bedarf einer intensiven Beschäftigung, der richtigen Sortenauswahl, der richtigen Herstellungsverfahren und der ständigen Optimierung der Prozessabläufe. Mit unseren Herstellern arbeiten wir permanent daran, dass Sie Bio bei uns in der BIO COMPANY als echtes Geschmackserlebnis wahrnehmen. Gerade bei unbearbeiteten Produkten wie Obst und Gemüse, aber auch bei Milchprodukten oder Brot, kann man den Unterschied schnell feststellen. Machen Sie doch hier auch mal eine eigene Geschmacksprobe. Beispielsweise mit einem Fruchtjoghurt, einer Schlangengurke oder einem Roggensauerteigbrot. Toll, wenn man dann ein echtes Geschmackserlebnis hat.
Dies ist auch unsere Motivation, in Schulen und Kindergärten solche Probiertage immer wieder zu unterstützen. Denn wenn Kinder aufwachsen, ohne den natürlichen Geschmack von Lebensmitteln jemals kennengelernt zu haben, ist dies ein großer Fehler.
Ökologische Lebensmittel sind geschmacklich konservativ im besten Sinne. Erhalten sie uns doch natürliche Geschmacksbilder ohne künstliche Unterstützung. Leider kann man das aber nicht über alle Bio-Produkte sagen, die sich im Handel befinden. Wir freuen uns deshalb, dass Sie uns bei dieser Frage immer wieder Ihr Vertrauen schenken. Viele ermunternde Mails hierzu zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dafür sage ich Danke und wünsche Ihnen einen einfach leckeren Herbst!
... Bio kaufen und damit fair leben
Diesen Monat feiert die Faire Woche ihr zehnjähriges Jubiläum. Dazu gratuliere ich den Veranstaltern, Gästen und Teilnehmern der letzten zehn Jahre herzlich. Denn dieses Jubiläum bestätigt, dass der Faire Handel, ähnlich wie die Bio-Bewegung, kein kurzlebiger Trend war, sondern dauerhaft ein wichtiges Thema im Lebensmittelkonsum ist.
Und wenn man es genauer betrachtet, sind Bio und Fair sehr nah beieinander: Der kontrolliert biologische Anbau stellt hohe Ansprüche an den "fairen" und respektvollen Umgang mit Mensch und Natur. So können beispielsweise Bio-Bauern ihre tägliche Arbeit ohne den Einsatz von gesundheitsgefährdenden Pestiziden bestreiten oder Böden schonend und mit Rücksicht auf die natürliche Fruchtfolge bestellt werden.
Auch wenn Bio-Produkte nicht immer das bekannte Fairtrade-Logo tragen, engagieren sich viele Hersteller sowohl in Entwicklungsländern als auch hierzulande für faire Handelsbedingungen. Auf den vorhergehenden Seiten haben wir Ihnen bereits derartige Projekte vorgestellt. Einige, wie Rapunzel mit dem "Hand in Hand"-Projekt oder Bio Planète mit "Bio & Fair", haben selbst Rahmenbedingungen entwickelt, mit denen fair gehandelte Produkte ausgezeichnet und für Sie als Kunden kenntlich gemacht werden. Andere, wie Lebensbaum oder Taifun, haben mit gleicher Motivation Projekte ins Leben gerufen, ohne diese auf ihren Produkten auszuzeichnen.
Taifun etwa hat den Soja-Anbau nach Europa gebracht und bezieht den Großteil der Sojabohnen mittlerweile von Bio-Familienbetrieben in Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien. Der Erfolg dieses Projektes äußert sich auf vielen Ebenen. Die Landwirte können durch das "faire" und transparente Bezahlsystem, die pünktliche Bezahlung bereits bei der Aussaat sowie die vertraglich zugesicherten Abnahmegarantien langfristig ihr Auskommen sichern. Aus ökologischer Sicht bereichert die Sojabohne zudem die Fruchtfolge und fördert damit die Fruchtbarkeit der hiesigen Anbauflächen. Nicht zuletzt die auf Dauer angelegten engen Beziehungen und der damit einhergehende Wissensaustausch zwischen Taifun und den Bauern münden in der konstant hohen Qualität der Taifun-Produkte. So macht faires Handeln auch in Europa Sinn.
Mit der bewussten Auswahl von Bio-Lebensmitteln in Ihrer BIO COMPANY drücken Sie als Kunde eine besondere Wertschätzung der Produkte und der damit einhergehenden Leistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus.
Ihre Entscheidung für eine gesunde und genussvolle Ernährung und Ihr Beitrag zu ökologischem und fairem Handeln! Dafür sage ich vielen Dank!
... Fracht von Welt mit Anker in Berlin
Eine ganze Menge von dem, was wir für unseren täglichen Bedarf brauchen, lässt sich regional erzeugen – aber natürlich nicht alles. Doch auch dort, wo wir auf Hersteller in anderen Ländern angewiesen sind, zeigen wir von der BIO COMPANY besonderen Einsatz, um unseren Ansprüchen an eine gerechtere und gesündere Welt voll und ganz Genüge zu tragen.
Mag es im ersten Moment auch komisch klingen: Wir setzen selbst bei Überseeprodukten auf unsere regionale Kompetenz, indem wir faire Biowaren von verlässlichen Herstellern über uns vertraute Berliner Unternehmen beziehen.
Diese Betriebe veredeln bzw. verpacken ihre Waren in Deutschland, teilweise sogar hier in Berlin. Sie können uns in puncto Fairness und Ökologie durch ihre langjährige Partnerschaft mit den Produzenten auf anderen Kontinenten einen größeren Garant geben, mehr Qualität bieten als alle anderen. Zwei davon möchten ich Ihnen im August-Flyer 2011 (pdf-File) vorstellen: Die Kaffeemarke Altomayo und die Tee-Spezialisten von Ökotopia, beide mit einer einzigartigen Pioniergeschichte, für mehr Bio bei uns und in der ganzen Welt.
... Saatgut - alles gut?
Haben Sie schon mal etwas von dem Begriff "Hybriden" gehört? Viele denken jetzt vermutlich an Hybrid-Autos, ich meine aber Hybride in der Pflanzenzucht.
Saatgut von Hybrid-Sorten ist in den letzten Jahren immer wichtiger für den Pflanzenanbau geworden – aber ist es auch besser? Zunächst hört es sich ganz gut an: Aus der Kreuzung von künstlich erzeugten Inzuchtlinien mit sehr guten Eigenschaften entstehen hybride Anbaupflanzen, die einen sehr hohen Ertrag erbringen, in Größe und Form uniform sind und zeitgleich erntereif werden.
Aber bei der genaueren Betrachtung stellt man fest, dass Hybrid-Sorten alles andere als gut sind. Denn würde man die Nachkommen der Hybriden anpflanzen, gingen die positiven Eigenschaften verloren und die Erträge verringerten sich spürbar. Für die Landwirte ist es daher lohnenswerter, jedes Jahr neues Hybridsaatgut zu kaufen – womit sie sich in die Abhängigkeit von den großen Agrarkonzernen begeben.
Man kann jetzt natürlich sagen: "Dann kauf ich mein (samenfestes) Saatgut halt woanders". Aber so einfach ist das leider nicht. Etwa 70 % des weltweiten Saatgutmarktes werden von zehn großen Agrarkonzernen beherrscht, die die Anbauflächen mit ihren "Einwegzüchtungen" aus dem Labor bestimmen. Dadurch müssen auch die kleineren Saatgutfirmen mit Hybrid-Sorten nachziehen. Das macht es gerade für den ökologischen Anbau immer schwieriger, weil die samenfesten Sorten immer mehr verdrängt werden und sie für Erhalt und Weiterzucht nicht mehr interessant genug sind.
Anbauer, die nur diesen Weg gehen, übersehen dabei gerne die Vorteile, die samenfeste Sorten gegenüber Hybriden haben: Samenfest bedeutet nämlich, dass Pflanzen mit vorteilhaften Eigenschaften selektiert und natürlich weiter vermehrt werden. Da sie offen bestäubt werden, können ihre Nachkommen auch in späteren Anbauphasen angebaut werden. Samenfeste Sorten bieten den ökologischen Anbauern nicht nur mehr Vielfalt und Wahlfreiheit, sie sind gleichzeitig umweltschonend und kostensparend. Die Landwirte müssen nicht jedes Jahr neues Saatgut anschaffen und sie können auf chemische Hilfsmittel verzichten, da diese Pflanzen robuster sind.
Wenn sie dann noch ihr Saatgut bei einem regionalen Saatgutvertrieb oder einer Saatgutinitiative wie der Bingenheimer Saatgut AG erwerben, ist zusätzlich gesichert, dass die angebauten Pflanzen an die ökologische Anbauweise und vor allem an die lokalen Gegebenheiten der Anbauflächen angepasst sind.
Wir, die BIO COMPANY, fühlen uns auch hier verantwortlich und unterstützen den Vern e. V. (Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e. V.) mit dem Teilerlös von 2 Cent pro abbaubarer Maisstärketüte. Seit Anfang des Jahres haben Sie als Kunde zu diesem Projekt mit einer Menge von ca. ⁄30 000 verkaufter Tüten (rund 2.600 Euro) beigetragen.
... Recycling, einen Zukunftsweg
Recycling, auch ein neudeutsches Wort, das den Weg in unseren Sprachgebrauch gefunden hat. Das aber mit gutem Grund: Recycling, oder auch die Wiederverwertung von vermeintlichen Abfällen, hilft beim Umweltschutz und schont vor allem Ressourcen.
Wussten Sie, dass laut Statistischem Bundesamt unser Hausmüll zu 61 % aus Wertstoffen besteht, die als Sekundärrohstoff weiterverarbeitet werden? Es landet also bei weitem nicht mehr alles in der Müllverbrennungsanlage, wie gerne behauptet wird. Stattdessen werden Metalle, Glas, Kunststoffe und Papier sortenrein getrennt, neu aufbereitet und zu vielen neuen Produkten verarbeitet, denen bildlich gesprochen nicht mehr das Aussehen einer grauen Maus anlastet. Wem fallen beim Stichwort "Recyclingpapier" schließlich nicht zuerst die grau-braunen Blätter von früher ein? Heute lässt es sich farblich nicht mehr von Papier, das ausschließlich mit Frischfasern hergestellt wurde, unterscheiden. Unsere Kundenzeitung wird natürlich auch auf Recyclingpapier gedruckt.
Produkte aus recycelten Materialien sind hip – und das nicht nur, weil sie Ressourcen schonend oder praktisch sind. Sogar geschmackvolle Möbel und modische Accessoires werden heute aus Wertstoffen hergestellt. Und nicht immer sieht man ihnen ihr Vorleben als Öl-Tonne oder LKW-Plane an. Nehmen Sie zum Beispiel unsere grüne Einkaufstasche. Sie besteht zu 85 % aus dem recycelten Kunststoff "Polyethylenterephthalat", kurz PET (15 % neues PET werden aus Stabilitätsgründen hinzugefügt), hat also schon ein erfülltes Leben als Getränkeflasche oder Verpackungsfolie hinter sich. Und sie ist nicht nur praktisch, sondern sieht dabei noch gut aus.
Die optimalste Lösung zur Ressourcenschonung ist aber nach wie vor die Abfallvermeidung. Zum Beispiel kann man Mehrwegflaschen und -gläser verwenden. Das Gute am Mehrwegsystem ist, dass man Mehrwegflaschen bis zu 30 Mal wiederbefüllen kann. Damit vermeiden wir nicht nur Abfall, sondern sparen auch Kosten und Energie für die Aufbereitung oder die spätere Entsorgung. Gemeinsam mit unseren Händlern haben wir uns deswegen entschieden, in den SuperBioMärkten/Bio Company Filialen auch 1l-Weinflaschen zu bepfanden – obwohl Wein in den Pfandbestimmungen nicht berücksichtig wird. Und auch die Joghurtgläser und Milchflaschen, die in unseren Kühlregalen stehen, sind bepfandet und werden gerne von den Herstellern neu aufgefüllt.
Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, Ressourcen zu schonen. Wir können Wertstoffe weiterverwerten und Produkte aus Recyclingmaterialien benutzen. Oder wir versuchen gar, Abfälle zu vermeiden. Wichtig ist, dass wir uns unserer Verantwortung für Umwelt und Ressourcen bewusst sind und uns dieser Herausforderung stellen.
... die Herkunft von Bio
Lange vor der EG-Öko-Verordnung, die offiziell festlegt, was "Bio" oder "Öko" genannt werden darf, existierten in Deutschland schon Bio-Anbauverbände wie Demeter oder Bioland. Sie haben wesentlich eher die Rahmenbedingungen für ihre Mitgliedsbetriebe festgelegt, bevor die EG-Öko-Verordnung 1992 in Kraft trat.
Die EG-Öko-Verordnung gilt zunächst als Grundlage, um bei den Bio-Anbauverbänden zugelassen zu werden. Dabei sind und bleiben die staatlichen Richtlinien aber immer nur Mindeststandards, die hinter den strengeren Regelungen der Öko-Anbauverbände zurückbleiben. Die Unterschiede beginnen schon bei der Umstellung der Betriebe auf kontrolliert-biologischen Anbau. Verbände wie Demeter oder Bioland erwarten von ihren Mitgliedern, dass sie ihre Höfe komplett auf "Bio" umstellen. Landwirte, die keinem Verband angeschlossen sind, können dagegen parallel zum Bio-Betrieb auch konventionelle Landwirtschaft betreiben.
Für alle Bio-Bauern ist in der Regel festgelegt, dass sie Tiere, insbesondere Rinder, in ihren Betrieben halten. Diese produzieren nicht nur Lebensmittel, sondern liefern zusätzlich natürlichen Dünger. Die Anzahl der Tiere ist bei den Anbauverbänden an die Größe der Betriebsfläche gekoppelt. Schließlich müssen bei
ihren Mitgliedern mindestens 50 % des Futters für den gesamten Tierbestand vom eigenen Hof stammen. In der EG-Öko-Verordnung gilt diese Zahl lediglich für Wiederkäuer. Für Schweine oder Geflügel können die Bauern das Bio-Futter komplett zukaufen. Hier sind so in einigen Fällen auch höhere Tierzahlen möglich. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass der Tierbesatz so niedrig gehalten wird, dass Zertrampeln des Bodens, Überweidung oder Umweltbelastung vermieden werden.
Einen sehr hohen Stellenwert hat bei den Bio-Anbauverbänden auch die Beratung der Mitglieder. Gerade in der Zeit der Gesamtumstellung wird ihnen von Bioland, Demeter oder auch von dem ökologischen Weinbauverband Ecovin immer ein kompetenter Berater zur Seite gestellt. Das einzige Organ der EG-Öko-Verordnung sind die staatlich zugelassenen Öko-Kontrollstellen, die die jährlichen Zertifizierungskontrollen auch im Sinne der Bio-Verbände durchführen. Eine intensive, persönliche Beratung wie die der Anbauverbände können die Öko-Kontrollstellen jedoch nicht leisten.
Die BIO COMPANY hat sich deshalb entschlossen, wo immer es geht und machbar
ist, mit Erzeugern zusammenzuarbeiten,
die einem der Öko-Anbauverbände angehören. So können wir am besten gewährleisten, dass die Herkunft unserer Produkte transparent ist und diese zu 100 % in der Qualität sind, die Sie von uns erwarten und gewohnt sind.
... den Umgang mit Geld
Geld ist nicht alles – diesen Satz würden wahrscheinlich viele von uns unterschreiben. Aber kann Geld einen anderen Sinn haben, als ausschließlich Konsumwünsche zu befriedigen?
Einen großen "UnSinn" von Geld mussten wir leider alle in der Finanzkrise erleben, als Geld in Anlageformen floss, die mit der Realwirtschaft nichts zu tun hatten. Die gewaltigen Auswirkungen dieser Geldströme haben uns alle direkt oder indirekt und das weltweit getroffen. Sind Lehren daraus gezogen worden seitens der Bankenindustrie? Konnte die Politik Einhalt gebieten? Die Beantwortung dieser Fragen überlassen wir lieber dem Leser.
Können wir als Individuen und einzelne Konsumenten und Bankkunden daraus Lehren ziehen? Wir meinen ja. Denn es ist möglich für die Verbraucherinnen und Verbraucher, auf die Wirtschaft Einfluss zu nehmen, der Einzelne ist nicht stark genug, aber die schiere Menge macht es möglich.
Wenn es uns wichtig ist, was mit unserem Geld geschieht, wenn wir den Umweltgedanken fördern wollen, zukunftsfähige Energietechnologien voranbringen möchten und die ökologische Landwirtschaft ankurbeln wollen, dann müssen wir auf vielen Ebenen dafür eintreten. Eben auch durch den verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Im Kleinen bei unserem alltäglichen Konsum und auch im Großen, etwa bei möglichen Geldanlagen und Investitionen. Auf der anderen Seite benötigen wir als Verbraucher aber auch das Bewusstsein, als Anleger nicht immer den höchsten Zins, die größte Marge, also die größte Gewinnspanne zwischen An- und Verkaufspreis, erwarten zu können. Sicherlich ist kaum jemand böse, wenn er für das angelegte Geld gute Zinsen erhält. Aber die Gewissheit, etwas Sinnvolles, Zukunfts- fähiges und Gutes mit seinem Geld unterstützt zu haben, ist doch auch ein wunderbares Gefühl. Vielleicht fragen Sie ja mal bei Ihrer Bank nach, wie es sich dort verhält und welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten? Und bedenken Sie auch, dass Rendite und Risiko paarweise auftreten.
So können wir alle vielleicht etwas tun, damit diese Finanzkrise doch etwas verändert und bewegt. Und deswegen nochmal: Denken Sie bitte nicht: "Mein bisschen Geld, was soll das schon bewirken?" Hier gilt die oft beschworene Macht des Konsumenten in besonderem Maße. Auch und gerade weil die Finanzmärkte sehr sensibel auf neue Strömungen reagieren.
In jedem Fall ist es gut, sich intensiv Gedanken zum Thema Geld zu machen. Wenn ich Ihnen dazu ein paar Anregungen geben konnte, freut es mich besonders.
... Ausbildung im Biosupermarkt
Die Bio-Branche ist und bleibt ein nachhaltiger Wachstumsmarkt. Das spiegelt sich auch in der wachsenden Anzahl unserer Bio-Supermärkte und somit in unserem steigenden Bedarf an Fachpersonal wider. Für die BIO COMPANY steht neben der kontinuierlichen Weiterbildung des Stammpersonals vor allem auch die fundierte Berufsausbildung junger, engagierter Menschen im Mittelpunkt, um auch zukünftig ihre Kunden von sehr gut ausgebildetem Fachpersonal beraten zu können.
Derzeit durchlaufen 75 Auszubildende bei der BIO COMPANY eine dreijährige Ausbildung und werden in den Märkten auf ihrem Ausbildungsweg zum/-r Einzelhandelskaufmann/-frau mit dem Schwerpunkt Naturkost individuell und intensiv von ihren Ausbildern betreut.
Bei der Auswahl von geeigneten Auszubildenden steht am Anfang immer die schriftliche oder Online-Bewerbung der angehenden Schulabgänger. Wir suchen einsatzfreudige und kommunikationsstarke junge Menschen, die uns mit ihrem ökologischen Engagement und ihrem nachdrücklichen Interesse an Bio-Lebensmitteln in einem persönlichen Vorstellungsgespräch überzeugen. Dazu sollte die Begeisterung und Freude an kompetenter Kundenberatung und -bedienung nicht fehlen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, laden wir sie in der zukünftigen Ausbildungsfiliale zu einem kurzen Schnupperpraktikum ein. Hier haben die Bewerberinnen und Bewerber die Gelegenheit, in unseren Ladenalltag wirklich "hinein zu schnuppern", ihre zukünftigen Ausbilder und das gesamte Markt-Team kennenzulernen. Zudem können sie sich in der praktischen Mitarbeit davon überzeugen, ob ihre Berufswahl die richtige für sie ist und ihnen die angestrebte Ausbildung Spaß macht. Wenn das Schnupperpraktikum erfolgreich absolviert ist, wartet am Ende für die Bewerber der Ausbildungsvertrag und die spannende Zeit der Berufsausbildung bei der BIO COMPANY kann beginnen.
Während der Ausbildungszeit erwartet unser zukünftiges Verkaufspersonal neben der schulischen und betrieblichen Ausbildung in einem der 20 Märkte ein regelmäßiges, internes Schulungsprogramm mit dem Schwerpunkt Warenkunde/Naturkost. Höhepunkt der Ausbildung ist ein Praktikum auf einem regionalen Demeter-Ökohof.
Ziel der BIO COMPANY mit ihrem umfangreichen Ausbildungsangebot ist es, eigene Nachwuchskräfte hervorzubringen und nach der Ausbildungszeit in den Filialen weiter zu beschäftigen. Zurzeit liegt die Übernahmequote bei etwa 70 %. Manche Marktleitung hat die eigene Karriere als "Azubi" in einer BIO COMPANY-Filiale begonnen und bildet heute die Führungskräfte von morgen aus.
... Lebensmittelqualität
Pünktlich zum Jahreswechsel kam der nächste Lebensmittelskandal. Dioxin in konventionellen Eiern und Geflügelfleisch! Ist doch gut für die Bio-Branche – könnte man denken?! Mich ärgert aber jedes Mal, dass immer wieder deutlich wird: Wir haben nichts gelernt.
Wir – das sind die Produzenten, die wider besseres Wissen Inhalte in unsere Lebensmittel bringen, die dort ganz und gar nichts zu suchen haben. Wir – das sind auch Verbraucher, die immer noch alles billig und noch billiger kaufen wollen. Wir – das sind aber auch die Branchenvertreter, die sofort alles verharmlosen und von keiner AKUTEN Gefährdung sprechen.
Wann wird uns allen klar, dass Qualität ihren Preis hat und haben muss? Dass Qualität auch Transparenz heißt. Und die ist uns in der BIO COMPANY besonders wichtig. Bei uns erfahren Sie lückenlos, woher ein Produkt kommt, was ganz genau enthalten ist und wer es produziert hat, bis ins Detail – wenn Sie es gerne wissen wollen?! Gerne stellen wir Ihnen deshalb auch hier im Netz unsere Partner in der Region vor.
... das Thema Nachhaltigkeit
Geht es Ihnen auch so? Manchmal kann ich den Begriff „Nachhaltigkeit“ nicht mehr hören oder lesen. Keine Werbe- botschaft, keine Pressemeldung, in der uns nicht suggeriert wird, dass der Absender zu den nachhaltigsten Akteuren oder Unternehmen überhaupt zählt. Eine kritische Betrachtung scheint hier dringend notwendig. Dabei ist die Sachlage relativ einfach.
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bezeichnet einen Zustand, bei dem nur so viele Rohstoffe genutzt werden sollten, wie im gleichen Zeitraum nachwachsen können. Oft wird der Begriff jedoch als Synonym für dauerhaft oder langanhaltend genutzt. So spricht man beispielsweise von einem Buch, das einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.
Im Wirtschaftsleben sollte der Begriff der Nachhaltigkeit aber ausschließlich dann genannt und verwendet werden, wenn alle drei Säulen des Nachhaltigkeitsgedankens (siehe Grafik)
gleichermaßen bearbeitet und erfüllt sind. Manchmal suchen sich die Verantwortlichen einen Bereich aus und zeigen daran die Nachhaltigkeit ihres Unternehmens auf.
Tatsächlich kann der Nachhaltigkeitsgedanke aber nur tragen, wenn sowohl ökologische, als auch ökonomische wie soziale Aspekte berücksichtigt sind. Der ökonomische Bereich sollte sich hier dann nicht so sehr in der monetären Situation, sondern vielmehr in der Effizienz von Rohstoffnutzung ausdrücken.

In unserem Unternehmen BIO COMPANY legen wir zusätzlich noch Wert auf eine vierte Säule. Wir denken, dass der gesundheitliche Aspekt bei Produkten, Dienstleistungen und Prozessen ebenso eine zentral wichtige Rolle spielen sollte.
Die Biobranche und insbesondere der Biofachhandel mit ihrer klaren Aussage für ein 100 % Biosortiment, so oft es geht aus der Region, setzen hier immer wieder wichtige Zeichen. Ich freue mich über Ihre Unterstützung auf diesem Weg.

