Küchengeplauder in der Brotzeit-Küche
Pastrami und Rosmarin-Kassler aus der Bio-Metzgerei Bühler - bei diesen Genüssen schmeckt man das Handwerk
Hinter gutem Geschmack steckt Natürlichkeit. Da braucht's kein Feuerwerk an Zusatzstoffen, sondern einfach die Liebe zur Natur und zum Handwerk.
Haben Sie schon einmal die Pastrami und das Kassler Rosmarin von der Bio-Metzgerei Bühler probiert? Hier schmecken Sie die Sorgfalt und die guten Zutaten leicht heraus. Zartes Rindfleisch, fein gepökelt, umhüllt von einem Kräutermantel aus Oregano, Basilikum und Rosmarin macht die Pastrami zur Verführerin. Während das Kassler, ein magerer Schinken aus dem Schweinerücken, mit mildem Pökelaroma und einem köstlichen Mantel aus Rosmarin lockt.
Außen erlesene Kräuter, innen feinste Schinkenspezialitäten – herzhafte Kompositionen, hinter denen höchstes Engagement für Mensch und Umwelt steht. Schließlich will Metzgermeister Horst Bühler gesunde Lebensmittel herstellen, die richtig gut schmecken. "Und das geht nach meiner Erfahrung nur mit Bio."
Das nötige Wissen hat er schon im Betrieb der Eltern gesammelt, in einer Zeit, wo noch traditionell gemetzgert wurde, der Fleischer die Bauern persönlich kannte und die Rinder ihre Zeit im Freien auf den Weiden verbrachten. Doch schon damals war das nicht mehr selbstverständlich, wie Horst Bühler auf seinen vielen Reisen durch Europa erfahren musste. Heute gibt es das nur noch auf kleinen Dörfern. Oder im Öko-Landbau.
Ein Leben auf der Sonnenseite
So entschied der Unternehmer, keine Kompromisse einzugehen: 1997 stieg er im elterlichen Unternehmen ein, im Jahr darauf folgte der Bioland-Beitritt. Die ganze Mannschaft – vom Landwirt bis zum Metzger – lebt den Öko-Gedanken. Seine Lieferanten kennt Horst Bühler persönlich, die Kontakte sind über Jahrzehnte gewachsen. Sie alle sind von Herzen Bio-Bauern und ihre Höfe liegen nicht weit entfernt; nur in Einzelfällen überschreitet die Lage den 100-Kilometer-Radius um das Metzgerei-Gebäude. Kurze Wege garantieren Frische und belasten die Umwelt weniger.
Ob Rind oder Schwein, Lamm oder Geflügel, alle Tiere leben artgerecht und genießen viel Zeit im Freien, wo sie sich die Sonne auf den Rücken scheinen lassen. Aber auch in ihren Ställen haben sie viel Platz, um ihre natürlichen Bedürfnisse auszuleben. Was sie futtern, kommt meistens direkt vom Hof und wenn nicht, stammt es von Betrieben aus der Region, die ebenfalls rein ökologisch arbeiten. Keiner der Bauern verwendet chemisch-synthetische Spritz- oder Düngemittel.
Gut Ding braucht Weile
Die Tiere wachsen in ihrem natürlichen Tempo auf und leben viel länger als ihre schnell gemästeten Artgenossen. So kommt das Fleisch zur Reife und entwickelt seine typische Maserung sowie den feinen Geschmack. Ganz stress- und angstfrei. Das dauert zwar seine Zeit, zahlt sich aber im Aroma doppelt und dreifach aus. Und was die Landwirte so behutsam beginnen, setzt die Mannschaft der Metzgerei fort: Sie arbeitet mit schonenden Verfahren und verwendet ausgewogene Rezepturen. So manche davon wird seit der Firmengründung 1894, von Generation zu Generation weitergereicht.
Alle Zutaten stammen aus kontrolliert ökologischer Herstellung – wie die Kräuter, die der Pastrami und dem Kassler Rosmarin ihren so eigenen Geschmack geben. Doch das ungewöhnliche, mediterran anmutende Aroma und die Zartheit des Fleisches lassen sich nur schwer in Worte fassen. Da bleibt Ihnen wohl nichts anderes, als selbst zu probieren! Ob pur oder auf Brot, zu Baguette oder Salat, diese Köstlichkeiten passen immer und sind auch auf Partys ein hoch begehrter Renner.







